17. 8. 2004

Und wieder ist das Weinen groß

Die deutschen Kinder scheinen immer noch genauso dumm zu sein wie bei der letzten PISA-Studie… Genauso faul und immer noch zeigen die Schüler keine Bereitschaft, etwas zu tun. Was machen wir nur falsch?

Zum ersten halte ich die deutschen Schuler von heute, mich eingeschlossen, nicht für dümmer als die schwedischen, holländischen oder japanischen. Es ist keine Frage der Intelligenz oder der Schulform… Das Problem ist doch schon, so denke ich zumindest, in Angriff genommen worden. Für mich persönlich lag das Problem bei den Lehrern! Sie können natürlich nichts dafür, und ich möchte auch sicherlich niemanden angreifen, aber die äußeren Umstände sind einfach so (gewesen???).

Ein Beispiel: An der Schule die ich besuche gab und gibt es einige Fälle dieser typischen und häufig vorkommenden „Ich-gehe-sowieso-bald-in-Pension-warum-soll-ich-mich-ändern”-Lehrer. Warum sind diese Menschen so? Nun, einer dieser Lehrer unterrichtet Mathematik. Und ich möchte nicht bestreiten, das dieser Mensch ein guter Mathematiker ist. Doch reicht das? Ist das genug um den jungen Menschen die er unterrichtet zu lehren wie man rechnet?

Nein. Die Fähigkeit jemandem etwas beizubringen setzt sich aus Fachwissen, Einfühlungsvermögen, Verständnis und der Fähigkeit andere zum Lernen und zur Mitarbeit zu animieren und zu motivieren. Wenn ein Lehrer diese Dinge kombiniert so macht das Lernen auch Spaß und er Erfolg stellt sich sicher ein!

Um auf den Mathematiklehrer zurückzukommen: Ich schätze mal, dass er weiß, dass er den falschen Beruf erlernt hat, zumindest sind sich da so ziemlich alle Schuler, die ich kenne, einig. Und selbst wenn er das weiß, würde ich sagen, er sei verrückt sollte er sich jetzt noch einen anderen Beruf wählen. Als Lehrer ist er im Besitz eines Beamtenstatus mit allen seinen Vorteilen - auf den würde ich auch nicht verzichten wollen, wenn man mal vom Gehalt und der guten Arbeitszeit absieht.

Nun ist es auch bis in meine Kreise durchgedrungen, dass Leher zukünftig nicht mehr mit diesem Status bedacht werden sollen, und ich kann das nur begüßen…
…hinzu kommt die Welle neuer Lehrerinnen und Lehrer, die ich in letzter Zeit kennen lernen durfte.
Ich weiss nicht, was man in der Lehrerausbildung jetzt anders macht als vor 20 bis 30 Jahren, aber es zeigt Wirkung: die “neuen” Lehrerinnen und Lehrer die ich kenne, sind nett, engagiert und vor allen Dingen besitzen sie die Fähigkeit, Leute zu motivieren und zu animieren. Mitlerweile macht der Unterricht in vielen Fächern wieder Spass, und meine Lernerfolge sind seit der Grundschule nicht so gut gewesen…

Nun sind es nicht alleine die Lehrer/innen, die uns bei Pisa so schlecht aussehen lassen. Aber sie sind ein, wie ich finde, treffendes Beispiel für die Schule, die sich wandelt. Und ich, die Zeit möge mir Recht geben, sehe eine besse Zukunft für die Schüler die nach mir kommen.

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