Klammheimliche Freude
Menschliches Leid lässt einen, der im fanatischen Eifer steht, kalt. Wer völlig von der Richtigkeit der eigenen Position überzeugt ist, für den sind Schmerz und Tod nur Kleinigkeiten, Stolpersteine und Kollateralschäden. Nein, die Rede ist hier nicht von George W. Bush, sondern von einem ganz Anderen: Jürgen Trittin.
Als die Rote Armee Fraktion am 4. 7. 1977 den Generalbundesanwalt Siegfried Buback ermordete, empfanden viele Linksradikale “klammheimliche Freude”. So auch der Kommunist und Student Jürgen Trittin, der den “Mescalero-Aufruf”, in dem diese ausgedrückt wurde, öffentlich verteidigte.
Welchen Schmerz solche Worte den Hinterbliebenen verursacht haben, war Trittin egal - er kämpfte ja für die gerechte Sache des Kommunismus.
Der Minister hat sich später von diesen Worten distanziert und sich dafür entschuldigt. Doch wie überzeugend ist das?
Noch während in diesen Stunden Menschen in Louisiana um ihr Leben kämpfen oder Tote bergen, noch während die Fluten ihr Hab und Gut vernichten, empfindet Trittin offenbar schon wieder klammheimliche Freude. Bei der Frankfurter Rundschau findet sich schon ein Gastbeitrag des Umweltministers, in dem er die Amerikaner über die Ursachen der Katastrophe belehrt und mit zynischer Geste eine Hand in Richtung der Amerikaner ausstreckt.
Und wieder ist es ihm egal, wie viel menschliches Leid geschieht - er genießt den Sieg. Er kämpft ja für die gerechte Sache der Ökologie.









