Das Katastrophen-Kartell
Die Tagesschau berichtet unter der Überschrift “Inszenierungen des Katastrophen-Kartells” über die Verhältnisse in Äthiopien, wo offenbar durch ständige Horrormeldungen und einige in PR wohlgeübte Katastrophenhelfer ein schwunghaftes Geschäft mit der Hilfsbereitschaft des Westens gemacht wird. Anstatt Äthiopien auf die Beine zu helfen, herrscht hier ein Kartell, bei dem viele profitieren: Der Westen kann seine Getreideüberschüsse loswerden, die äthiopische Regierung kann ihr Geld für Waffen ausgeben anstatt für Infrastruktur, und die UNO- und NGO-Helfer vor Ort sichern sich eine dauerhafte Existenz.
Ganz nebenbei wird die Region wirtschaftlich zerstört und die Menschen auf den Status von Almosenempfängern reduziert, ein Vorwurf, der sich für die klassische Entwicklungshilfe oft rechtfertigen lässt. Gerade in Äthiopien, das lange Sinnbild für das Leiden Afrikas war, sollten wir genauer hinsehen und vielleicht auch die amerikanischen Forderungen nach Reformen bei den internationalen Instiutionen etwas genauer prüfen.









