28. 10. 2005

Mehr zum Iran

Abgelegt unter Außenpolitik, Lesetipps

In der Kommentarspalte von Oliver Luksic, der sich auch mit dem TAZ-Kommentar beschäftigt, findet sich ein Hinweis auf die Bilder der “Zionismus”-Veranstaltung in Teheran. Zurecht fragt sich ein anonymer Kommentator: Wenn das Zielpublikum im Iran saß, warum ist dann die Beschriftung des Bühnenhintergrundes auf Englisch?

Boche von B.L.O.G. hingegen hat einen ähnlichen Kommentar von Ulrich Ladurner in der ZEIT aufgenommen (vorher hatten sich schon das A’Team und die FdoG damit befasst) und gleich mal einen Leserbrief an die Zeitung verfasst. Mal sehen, ob da was nachkommt…

Außerdem: Die BBC wartet heute mit zwei Berichten zum Thema Iran auf. Zum einen eine gespaltene Reaktion Teherans auf die internationale Kritik - während die iranische Botschaft in Moskau erklärt, Ahmadinedschad habe nicht die Absicht gehabt, “so scharfe Worte zu verwenden und in einen Konflikt einzutreten”, hat Außenminister Moucher Mottaki noch einmal betont, Israel sei ein “illegitimes zionistisches Regime”. Zum anderen berichten sie über den Start des ersten iranischen Satelliten ins Weltall, der von der russischen Weltraumbasis Plesetsk aus zusammen mit chinesischen, russischen und europäischen Modellen den Weg in die Umlaufbahn angetreten hat.

Und: Ulrich Speck weist beim Kosmoblog auf weitere Reaktionen hin, darunter auch auf einen Kommentar von Clemens Wergin auf totem Holz im Tagesspiegel.

Schließlich: Professor Ulrich Steinbach von Deutschen Orient-Institut stellt sich auf eine ähnliche Position wie die TAZ; auch er sieht die internationalen Reaktionen als übertrieben an und spielt die Bedeutung Ahmadinedschads herunter. Dieser selbst blamiert seine Moskauer Botschaft, indem er erklärt, das er sehr wohl die Absicht hatte, einen Konflikt auszulösen: Seine Äußerungen seien “richtig und angemessen” gewesen, erklärte der iranische Präsident.

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