Wien und Chicago - zwei Wege nach Rom
Innerhalb des libertär-liberalen Lagers kämpfen seit langem zwei ökonomische Schulen um die Meinungsführerschaft. Auf der einen Seite steht die Chicago School mitsamt den zahlreichen aus ihr hervorgegangenen, wie den Supply Siders und der Public Choice - Schule, auf der anderen Seite steht die Österreichische Schule. Da die „Austrians“ zweifellos die konsequenteren Marktwirtschaftler sind, gelten sie gerade vielen Libertären oft automatisch als die „besseren Liberalen“. Ganz angebracht ist das nicht, denn in den vergangenen Jahrzehnten war es die Chicago School, die die größeren Verdienste in der Verbreitung marktwirtschaftlicher Ideen für sich reklamieren konnte. Beide Schulen zerfallen jeweils in eine Hauptlinie und verschiedene Seitenlinien, die sich oft deutlich voneinander unterscheiden. Auf diese einzugehen würde hier den Rahmen sprengen. In einer vereinfachten Betrachtung soll trotzdem die Frage angeschnitten werden, welche Schule in welchen Bereichen ihre Vorzüge hat.
Beide Schulen hatten ihren Durchbruch jeweils zu einer Zeit, in der die ökonomische Klassik, Adam Smiths Vision einer sich selbst regulierenden Ordnung, in die Krise geraten war. Das war Ende des 19. Jahrhunderts der Fall, als in Europa der Marxismus ideologisch auf dem Vormarsch war. Das Herzstück der marxistischen Ökonomie, die sog. „Arbeitswertlehre“, hatten diese dabei von den Klassikern selbst übernommen. Sie besagte, dass der Marktpreis eines Gutes sich stets aus der Anzahl der zu seiner Herstellung notwendigen Arbeitsstunden ergibt. Daraus schlussfolgerten die Marxisten, dass es letztlich der Faktor Arbeit alleine sei, der ökonomischen Wert erschaffen konnte. Zwar nutzt der Arbeiter Maschinen, also Kapital, das ihm der Kapitalist zur Verfügung stellt. Aber auch dieses ist irgendwann mittels Arbeit hergestellt worden, repräsentiert also gespeicherte Arbeitskraft. Der Kapitalist leistet somit keinen eigenständigen Beitrag zur Wertschöpfung, jeder Kapitalgewinn ist folglich Ausbeutung.
Die marxistische Ökonomie stieß auf den Widerspruch von Carl Menger, dem Begründer der Österreichischen Schule, und seinem Schüler Eugen von Böhm-Bawerk. Menger erkannte zunächst einmal, dass „Wert“ nicht etwa objektive Eigenschaft eines Gutes selbst ist, sondern, gänzlich subjektiv, im Auge des Betrachters liegt. Würden, so Menger, alle Raucher einer Ökonomie ihre Gewohnheit aufgeben, so würde der Preis von Zigaretten auf Null fallen – völlig unabhängig davon, wie viele Arbeitsstunden in ihrer Herstellung steckten. Es war also nicht die Arbeit als solche, die den Wert schuf. Zweitens entdeckte er, dass für die Marktpreisbildung nicht die absolute Wertschätzung für ein Gut ausschlaggebend war. Je mehr Einheiten eines Gutes ein Konsument schon besitzt, desto weniger wird er für eine zusätzliche Einheit zu zahlen bereit sein („abnehmender Grenznutzen“). Die Zahlungsbereitschaft für diese zusätzliche Einheit aber ist es, die für die Bildung des Preises am Markt relevant ist. Der „subjektivistische Marginalismus“ Mengers (und Anderer) markierte den Übergang von der Klassik zur Neoklassik.
Eugen von Böhm-Bawerk fand heraus, wodurch die Entlohnung des Kapitalisten zustande kam. Zwar erwirtschaftete dieser tatsächlich, wie die Marxisten erkannt hatten, einen „Mehrwert“, der die Kosten überstieg, die er für den Faktor Arbeit zahlte – aber nicht sofort. Während der Arbeiter seinen Lohn sofort erhält, muss der Kapitalist warten, bis sein Produkt beim Endverbraucher angelangt ist. Verwendet er zudem Maschinen, die in ihrer Anschaffung teuer waren, so kann es Jahre dauern, bis er Gewinn erwirtschaftet. Zweitens trägt der Kapitalist das volle Risiko seiner Unternehmung. Böhm-Bawerk hatte somit die Bedeutung zweier wichtiger ökonomischer Größen, nämlich Zeit und Risiko, erkannt. Der Kapitalist entlastet den Arbeiter von den Bürden der langen Wartezeit und der Unsicherheit. Natürlich ist diese Dienstleistung nicht kostenlos. Drittens betonte Böhm-Bawerk, wie Wachstum zustande kommt, nämlich durch Kapitalbildung aus Gewinn und Ersparnis. Nach dem Prinzip des Marginalismus wurde auch der Lohn dadurch bestimmt, wie viel die letzte eingesetzte Arbeitsstunde erwirtschaftet.
Dieses „Grenzprodukt der Arbeit“ steigt mit der Kapitalausstattung eines Arbeitsplatzes. Dem düsteren Szenario der Marxisten, von Ausbeutung und Verelendung geprägt, setzten die Österreicher damit ein optimistisches, von Kooperation geprägtes Wachstumsmodell entgegen. Macht der Kapitalist saftige Gewinne, so kann das dem Arbeiter nur recht sein. Nur aus diesem kann neues Kapital gebildet werden, welches seine eigene Arbeitsproduktivität und damit letztendlich seine Entlohnung erhöht. Menger und Böhm-Bawerk war es gelungen, den Marxismus größtenteils aus der Wirtschaftswissenschaft zu verbannen.
Ludwig von Mises, ein Schüler Böhm-Bawerks, vervollständigte das österreichische Theoriengebäude. Erstens wusste er bereits, dass Inflation ein rein monetäres Phänomen ist, eine Einsicht, die der Wirtschaftswissenschaft später wieder verloren ging. Als ihn in den frühen zwanziger Jahren eine Delegation des Völkerbundes um Rat fragte, wie Österreichs grassierender Inflation begegnet werden könne, forderte Mises die Delegierten auf, sich um Mitternacht vor einem bestimmten Gebäude einzufinden und ihm die Frage noch einmal zu stellen. Als sie an Ort und Stelle eintrafen, war im Hintergrund ein beständiges Rattern zu hören. „Hören sie dieses Geräusch?“ soll Mises gefragt haben. „Stellen sie es ab.“ Das Gebäude war die österreichische Zentralbank, das Geräusch verursacht von der unermüdlich laufenden Notenpresse. Dank Mises blieb Österreich von einer Hyperinflation, wie sie Deutschland plagte, verschont.
Zweitens öffnete sein Werk „Die Gemeinwirtschaft“, in dem er die logische Unmöglichkeit sozialistischer Planung nachwies, zahlreichen sozialistischen Intellektuellen die Augen. In einer sozialistischen Wirtschaft, argumentierte Mises, können Produktionsfaktoren nicht ge- und verkauft werden, deswegen sind sie nicht mit Marktpreisen versehen. Marktpreise sind aber die einzig sinnvollen Koordinatoren, denn sie reflektieren die relative Knappheit der Faktoren. Bürokratisch festgelegte Preise transportieren dagegen keinerlei Informationen. Ohne Marktpreise kann also keine rationale Kosten- und Leistungsrechnung stattfinden, sozialistisches Wirtschaften muss dem Versuch gleichen, sich ohne Kompass auf offenem Meer zu orientieren. Das stellte das häufige Argument von Sozialisten aller Couleur, dass Wettbewerb aufgrund seiner Dezentralität „chaotisch“ und zentrale Planung „koordiniert“ sei, auf den Kopf. Bei Mises bedeutete gerade Wirtschaftsplanung Unplanbarkeit und Irrationalität.
Drittens entwickelte er gemeinsam mit Friedrich von Hayek eine Konjunkturtheorie, die die Zeitstruktur der Ökonomie in den Mittelpunkt stellte. Sinkt durch staatliche Manipulation der Marktzins, der die Sparneigung der Bevölkerung widerspiegelt, so steigen die Investitionen bei gleichzeitigem Rückgang der Ersparnisse. Es kommt zu einem Investitionsboom, der von Anfang an auf tönernen Füßen steht. Nun werden aber nicht nur „zu viele“, sondern auch „die falschen“ Investitionen getätigt. Begünstigt durch die niedrigen Zinsen werden solche Kapitalinvestitionen, die zuvor wegen ihrer langen Wartezeit nicht lohnenswert waren. An anderer Stelle, vor allem bei den Konsumgütern, herrscht dagegen relativer Mangel. Bricht der Scheinboom dann durch steigende Zinsen wieder ab, können die dann erkennbar werdenden Fehlinvestitionen nicht einfach wieder bereinigt werden. Während die meisten ökonomischen Modelle „Kapital“ als eine homogene Masse behandeln, wussten Mises und Hayek, dass Kapital in Wahrheit hochgradig heterogen ist. Einmal investiert kann es nicht einfach in einen anderen Verwendungszweck übergeführt werden. Es kommt zu einer langen, schmerzhaften Anpassungsphase, in der sich die Struktur der Wirtschaft wieder an das tatsächlich von der Bevölkerung gewünschte Verhältnis von Ersparnis und Konsum anpasst. Die Vorraussetzungen für einen solchen Scheinboom sahen Mises und Hayek in den zwanziger Jahren gegeben, sie sahen eine schwere Krise am Horizont heraufziehen. Doch die Mehrheit der Ökonomen war daueroptimistisch. Irving Fisher, der Erfinder der sog. „Verkehrsgleichung“, ließ noch im September 1929 in der New York Times verlautbaren, ein dauerhaft hohes Niveau sei erreicht, es sei nichts in Aussicht, was einem Crash ähneln könnte.
Es verwundert daher nicht, dass in den frühen Jahren der Weltwirtschaftskrise viel Aufmerksamkeit auf Mises und Hayek gerichtet war. Trotzdem sollte dieser Höhenflug nur von kurzer Dauer sein. Denn hatten sie die Krise auch als Einzige vorausgesagt, Ratschläge zu ihrer raschen Überwindung konnte es nach ihrer Theorie nicht geben. In diese Lücke trat jemand, der zum Vorreiter eines völlig neuen Ökonomieverständnisses wurde, und dessen Lehren die Wirtschaftswissenschaft für die nächsten Jahrzehnte fast monopolartig beherrschen sollte: John Maynard Keynes. Im keynesianischen Weltbild war die Nachfrage das schwächste Glied in der volkswirtschaftlichen Kette. Sich selbst überlassen würde eine Ökonomie selten ihr volles Potential ausschöpfen, da es meist an dieser oder jener Stelle an Nachfrage mangeln würde. Stattdessen käme es in einer Laisser-faire-Wirtschaft zeitweilig oder sogar dauerhaft zu brachliegenden Kapazitäten. Aufgabe des Staates ist es folglich, für eine permanent hohe Nachfrage zu sorgen, ganz besonders in Krisenzeiten. Der Keynesianismus war eine Revolution, denn er kündigte einen jahrhundertealten Konsens der Ökonomen, die positive Bewertung von hohen Sparquoten, niedrigen Staatsausgaben, ausgeglichenen Staatshaushalten und Geldwertstabilität, auf. Mises und Hayek verloren die Auseinandersetzung. Während die Österreichische Schule in der Versenkung verschwand, wurde Keynesianismus zum ökonomischen Mainstream.
Einige Jahrzehnte mussten vergehen, bis die zweite Generation der Chicago School sich anschickte, am Thron der Keynesianer zu rütteln. In einem spektakulären Vorstoß attackierte Milton Friedman 1963 den Mythos, nachdem die Weltwirtschaftskrise ein Beleg dafür sei, dass der Kapitalismus aus sich selbst heraus periodisch wiederkehrende Krisen erzeugte. Er wies nach, dass erst die Geldpolitik der Fed, die in den frühen 30ern die Geldmenge um ein Drittel kontrahierte, einen mäßigen Abschwung in eine schwere Depression verwandelt hatte. Ein ähnliches Muster, also sprunghafte Expansionen und Kontraktionen der Geldmenge, fand er hinter vielen konjunkturellen Zyklen. Die Implikation erschien den Ökonomen seiner Zeit unerhört: Nicht Marktversagen, sondern staatliches Missmanagement steckte also hinter den Auf- und Abschwüngen, die laut der Keynesianer doch gerade mittels staatlicher Eingriffe bekämpft werden sollten. Und das war erst der Anfang. In zäher empirischer Detailarbeit wiesen die Monetaristen nach, dass es sich beim Herzstück des keynesianischen Programms, dem „Multiplikator“, um eine Fiktion handelte. Die Idee des Multiplikators besagte, dass jede staatliche Ausgabe zu irgendjemandes Einkommen und in der Folge zu dessen Konsum würde, damit wiederum würde sie zu jemand anderes Einkommen, und so fort, bis aus einem anfänglichen Dollar am Ende z.B. fünf Dollar geworden wären. Dem stellte Friedman die „Hypothese vom permanenten Einkommen“ entgegen. Haushalte ändern ihr Konsumverhalten nicht aufgrund vorübergehender, sondern aufgrund von dauerhaften Veränderungen in ihrem erwarteten Einkommen. Während der massive Anstieg der Staatsausgaben, der seit der keynesianischen Revolution stattgefunden hatte, also in seinen Vorteilen deutlich überschätzt wurde, wurden seine Nachteile gleichzeitig unterschätzt. Keynes hatte eine Wirtschaftspolitik propagiert, die zwar aggregierte volkswirtschaftliche Größen steuern, ins Verhalten der Individuen aber wenig eingreifen sollte. Ökonomisch gesprochen sollte auf der Mikro-Ebene Laisser-faire, auf der Makro-Ebene dagegen Dirigismus herrschen. Die Monetaristen fanden heraus, dass diese Trennung ein rhetorischer Kunstgriff war, da jede Staatstätigkeit private Initiative verdrängt, so etwa, wenn der Staat als gigantischer Nachfrager am Kapitalmarkt auftritt und privaten Kreditnehmern wenig Raum lässt. Schlussendlich widerlegten die Monetaristen auch den Irrtum der sog. „Phillips-Kurve“, nach dem die Politik entweder niedrige Inflation oder niedrige Arbeitslosigkeit ermöglichen könne, nicht aber beides gleichzeitig. Einen solchen Trade-Off, so argumentierten die Monetaristen, kann es nur dann geben, wenn die Inflation unerwartet ist. Dann nämlich sinken die real die Löhne, wodurch es zu mehr Beschäftigung kommt. Wird sie aber antizipiert, so passen die Arbeiter ihre Lohnforderungen nach oben an, die Reallöhne und das Beschäftigungsniveau bleiben unverändert. Damit kann der Trade-Off bestenfalls sehr kurzfristig bestehen, nämlich nur, solange es der Politik gelingt, die Bürger durch Geldzauber zu täuschen. Sobald diese aber Lunte gerochen haben, müsste, ähnlich wie bei Drogensucht, die Inflationsdosis permanent erhöht werden, um den gleichen Effekt zu erzielen. Irgendwann verschwindet dieser sogar vollständig. Alle diese Thesen wurden anfangs verlacht - bis in den siebziger Jahren in fast allen westlichen Ländern ein Phänomen auftrat, das es in der keynesianischen Welt gar nicht geben dürfte: Stagflation, wirtschaftliche Stagnation bei gleichzeitig hoher Inflation. Diese beiden Größen hätten laut der Keynesianer niemals zeitgleich auftreten dürfen, denn für sie war Inflation der Preis für Wachstum. Der Siegeszug der Chicago School hatte begonnen.
Heute ist er längst vollendet. Waren bis 1974 vor allem Keynesianer mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden, so war hier in den neunziger Jahren die Chicago School am stärksten vertreten. „Niemand ist mehr Keynesianer“, frohlockte Milton Friedman einmal.
Welches Fazit kann gezogen werden? Beide Schulen haben ihre Verdienste. Die Austrians schlugen auf theoretischem Felde den Marxismus, die Chicagoites stürzten den Keynesianismus von seinem Thron. Beide leisteten ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des klassischen Erbes. Die Österreicher sind die theoretisch Konsequenteren. Ihre Ansätze zur Geld- und Konjunkturlehre sind die Besten, die die Ökonomie bis heute zu bieten hat. Und doch ist es kein Zufall, dass die Chicago School die mit großem Abstand einflussreichere ist. Diese war es, die in die Offensive ging. Sie betrieb jahrzehntelang aggressives Marketing für ihre Ideen, sowohl in der Fachwelt als auch in der Bevölkerung und in der Politik. Ihre Anhänger schrieben in Fachzeitschriften und Tageszeitungen, sprachen auf Fachkonferenzen und in Fernsehshows (Milton Friedman produzierte sogar seine eigene Fernsehserie, „Free to Choose“). Sie platzierte ihre Leute in akademischen Spitzenpositionen und den einflussreichsten Think Tanks. Sie griffen die Keynesianer nicht nur mit deren eigenen Waffen, mathematischer Modellbildung, an, sondern entwickelten diese sogar weiter: Auch die Gegner der Chicago School erkennen deren Kompetenz auf dem Gebiet der Ökonometrie an. Wo ihre Ideen zu „radikal“ erschienen, um diskussionsfähig zu werden, entwarfen sie gangbarere Second-best-Lösungen, wie die negative Einkommenssteuer, die Bildungsgutscheine und die Flat Tax. Ganz anders die Austrians, die sich in den Elfenbeinturm ihrer eigenen Zeitschriften, ihrer eigenen Konferenzen, ihrer eigenen Methodik und ihrer reinen Lehre zurückzogen. Während Milton Friedman Vorsitzender der „American Economic Association“ war, weigerte sich die Führungsfigur der Austrians, Murray Rothbard, dieser auch nur beizutreten.
So kam es, dass sich Vertreter beider Lager oftmals spinnefeind sind. Für die Austrians sind die Chicagoites keynesianisch/etatistische Wölfe im marktwirtschaftlichen Schafspelz. Für die Chicagoites sind die Austrians verbohrt und dogmatisch. Wirklich begründet ist diese Gegnerschaft nicht. Beide Ansätze haben ihren Charme, die Austrians mit ihrem Idealismus und ihrer streng logisch-deduktivistischen Methodik, die Chicagoites mit ihrem Pragmatismus und ihrem rigorosen statistisch-ökonometrischen Empirismus. Ohnehin überwiegen die Gemeinsamkeiten die Unterschiede. Beide wissen um die Gefahren von „Big Government“, von Interventionismus, Protektionismus, Inflationismus, Wohlfahrtssozialismus, Verschuldungsorgien und Klientelismus, beide wissen um den positiven Zusammenhang von ökonomischer Freiheit, Wohlstand, Wachstum und persönlicher Freiheit. Oft streben beide aus verschiedenen Gründen und mit verschiedenen Mitteln das gleiche Ziel an. Viele Wege führen nach Rom.










Schöne, sehr ausführliche, gründliche, aber dennoch pointierte Darstellung!
Nur eine kleine Nörgelei: Friedman ist mit “Niemand ist mehr Keynesianer” etwas verkürzend zitiert. Er sagte: “In one sense, we are all Keynesians now; in another, no one is a Keynesian any longer. We all use the Keynesian language and apparatus; none of us any longer accepts the initial Keynesian conclusions.”
Comment von Rayson — 16. 3. 2006 @ 13:37
Ich kann mich dem Lob meines Vorredners nur anschliessen: Klasse Text. Vielen Dank.
Besonders schoen finde ich den letzten Satz (”Viele Wege fuehren nach Rom.”). Meiner Meinung nach kann man die besten Koepfe beider Schulen genau daran erkennen, ob sie bereit waeren, diesen Satz zu unterschreiben. Leider gibt es aber immer noch viel zu viele Vertreter sowohl aus Wien als auch aus Chicago, die fuer sich einen Alleinseligmachungsanspruch reklamieren.
Comment von Oliver M.H. — 16. 3. 2006 @ 14:41
Lesezeichen
oder besser: Schreibzeichen.
Ja, hier ist noch was los - jedoch bis auf weiteres auf Sparflamme. (Das Bier für das Osterfeuer will verdient werden ;-))
Auf jeden Fall sind hier zwei bemerkenswerte Beiträge, die ich schon länger im Blick habe:
…
Trackback von BierhalunkenBlog — 11. 4. 2006 @ 20:36