Online-Demo Darfur: Rückblick
Die von der LSO gemeinsam mit der Atlantic Review und dem Extrablog angestoßene Online-Demo hat insgesamt 27 Einzel- und Teamblogs aus Deutschland, der Schweiz, Israel, Australien und den USA zusammengebracht. Bedauerlicherweise hat sich kein deutscher “A-List-Blogger” zu uns gesellt, dafür durften wir uns aber über einen Beitrag bei Daily Kos freuen, einem der größeren amerikanischen Blogs, der uns auch viele Leser von der anderen Seite des großen Teichs verschafft hat.
Neben den einfachen Teilnahmebekundungen durch Trackbacks oder das Einbinden unseres Buttons, über die wir uns bereits sehr gefreut haben, gab es auch einige kluge Beiträge, die sich mit dem Thema auseinandersetzten. Ich will hier kurz eine kleine Übersicht geben:
dointime von rückenwind meint, dass er zwar militärischen Interventionen skeptisch gegenübersteht, dass man aber bei solchen Gräueltaten auch nicht einfach tatenlos zusehen kann. Außerdem sei es wichtig, auch das “ganz alltägliche” Sterben in Afrika, durch Hunger und Krankheiten, nicht aus dem Blick zu verlieren.
Statler von Statler & Waldorf ruft dazu auf, auch mit Emails an die Bundeskanzlerin oder den Außenminister den Wunsch zu bekunden, dass sich Deutschland stärker in der Darfur-Frage engagieren soll.
C. Sydow berichtet bei Al-Sharq über die Bemühungen der Afrikanischen Union um eine Lösung des Konflikts sowie über neue Flüchtlingsströme aus dem Darfur.
jo@chim vom Antibürokratieteam stellt klar, dass die amerikanische Regierung gar nicht so sehr gedrängt werden muss, sich für eine Friedenstruppe zu engagieren - und dass es eher Druck aus Europa ist, der ihre diesbezüglichen Bemühungen bisher bremst.
Nichelle von Anovelista.com (Englisch) listet ebenfalls verschiedene Möglichkeiten auf, sich für eine Friedenstruppe einzusetzen, und berichtet über die Vorbereitungen auf die große Kundgebung in Washington. Sie bedauert aber sehr, dass sie in New York keine Demo finden konnte.
Bastian von Freie Gedanken hat einige Zahlen und Fakten zum Darfur-Konflikt sowie Links zu weiteren nützlichen Ressourcen gesammelt.
Sehr informativ ist der Beitrag von Omar Abo-Namous beim “Too Much Cookies Network”. Omar analysiert die Bezeichnung “Völkermord” für den Konflikt, kritisiert den Umgang der Medien mit dem Thema Darfur und erläutert, warum auch wir uns dafür interessieren sollten.
Marian Wirth von den Bissigen Liberalen Ohne Gnade gibt hingegen einen Überblick über die Haltung und Äußerungen der deutschen Regierung in Bezug auf den Darfur. Vor allem stört ihn die Tatsache, dass Deutschland sich zwar an der “politischen Showveranstaltung” der Kongo-Friedenstruppe beteiligt, den Darfur aber weitgehend ignoriert.
Wir möchten noch einmal von Herzen allen Beteiligten (und denen, die die Kunde weitergetragen haben) danken. Was wir tun konnten, war nicht viel, aber vielleicht haben wir einen kleinen Beitrag dazu leisten können, dass das Thema Darfur in Deutschland wieder stärker wahrgenommen - und vielleicht auch einmal angegangen wird.









