Baum: Kein Frieden im Sudan
Wie die Tagesschau berichtet, sieht der frühere deutsche Innenminister Gerhart Baum (FDP) keine Chance für einen Frieden im Darfur. Die sudanesische Regierung habe überhaupt kein ernsthaftes Interesse an einer Lösung des Konflikts, so Baum, der als Sondergesandter der UNO in Khartum reichlich Gelegenheit hatte, sich ein persönliches Bild von der Lage zu machen. Diese Einschätzung deckt sich mit der der meisten Journalisten und internationalen Beobachter - im Augenblick scheinen die von der Zentralregierung gedeckten “Janjaweed”-Reitermilizen mit ihrer Vertreibungs- und Vernichtungspolitik Erfolg zu haben. Die international begleiteten Verhandlungen könnten da nur ein Feigenblatt sein, das die eigentlichen Absichten verschleiert - man kennt das ja mittlerweile zur Genüge aus dem Iran.
Die US-Regierung entsendet derweil einen hochrangigen Vermittler in den Sudan, den stellvertretenden Außenminister Zoellick. Wie Außenministerin Rice einmal mehr unterstrich, wünscht sich die amerikanische Regierung eine Blauhelmtruppe im Darfur, hat aber nicht die nötige internationale Unterstützung, um diese auch durchzusetzen.









