Tumult im Nahen Osten
Die Ereignisse im Nahen Osten überschlagen sich in den letzten Tagen. Zuerst liest man, die Hamas habe angeblich indirekt das Existenzrecht Israels anerkannt - mit dieser Falschmeldung räumt Ulrich Speck beim Kosmoblog gründlich auf, unter anderem mit Zitaten der Hamas selbst. Also: Hoffnung vergeblich.
Dann folgte die Entführung eines israelischen Soldaten, nachdem mehrere seiner Kameraden bei einem terroristischen Überfall ums Leben gekommen waren. Ein feiger und hinterhältiger Akt, da stimme ich zu - wenn aber dann in den Medien von einem “Teenager in Uniform” gesprochen wird, muss ich doch heiser lachen. Denn ein 19 Jahre alter Mann wäre in jeder Armee der Welt ein normaler Soldat, der eben zum Kämpfen, zum Töten und notfalls auch zum Sterben ausgebildet wurde. Also existiert kein Grund, besonders auf seinem Alter herumzureiten, wie es heute die Tagesschau getan hat. Diese aber hat sich ohnehin nicht besonders mit Ruhm bekleckert, als sie einen Ausweis zeigte, um diesen Fall zu illustrieren - der aber nicht dem entführten Soldaten Gilad Schalit, sondern vielmehr einem ebenfalls entführten israelischen Siedler gehörte, von dem man bei der Tagesschau aber nicht berichtete.
Nun ist dieser Entführungsfall durchaus schrecklich, und es war klar, dass Israel darauf reagieren würde. Wie die Reaktion dann aber erfolgte, hat mich sehr überrascht - und bringt auch meine proisralische Haltung im Nahostkonflikt erheblich zum Wanken. Sowohl die sinnlose Zerstörung von Brücken und einem Kraftwerk im Gaza-Streifen als auch die Verletzung des syrischen Luftraums sind keine angemessenen Reaktionen. In einem Fall würde ich von Staatsterrorismus, im anderen von einem kriegerischen Akt Israels sprechen. Das Interesse Ehud Olmerts und seiner Regierung an einer friedlichen Lösung des Konflikts scheint erloschen - stattdessen sucht man den direkten Konflikt mit seinen Gegnern, den man auf dem Rücken der Zivilbevölkerung austrägt.
Nach wie vor will ich jenen nicht zustimmen, die in Israel den alleinigen Bösewicht sehen wollen, der die armen Palästinenser unterdrückt - dass die Hamas Terror bedeutet, dass ihr Sieg bei den letzten Wahlen eine Mehrheit für Gewalt und Verbrechen innerhalb Palästinas bewiesen hat, soviel ist klar. Doch angesichts der israelischen Vorgehens sehe ich auch Israel nun nicht mehr als die leidende Demokratie, die diesen Terror erdulden muss. Vielmehr sieht es nun so aus, dass beide Seiten den offenen Kampf wollen, mehr denn je. Und es bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch weitere Protagonisten hineingezogen werden. Denn dann wäre Peter Scholl-Latours Dauervision eines Dritten Weltkrieges nur noch wenige Schritte entfernt.
Eine ähnliche Meinung ist auch bei Tobias Haase von der Reflexionsschicht zu lesen.










Denn ein 19 Jahre alter Mann wäre in jeder Armee der Welt ein normaler Soldat, der eben zum Kämpfen, zum Töten und notfalls auch zum Sterben ausgebildet wurde.
Äh, du warst nicht beim Bund, oder? Aber gut, man könnte sich ja auch nicht völlig zu Unrecht auf den Standpunkt stellen, bei der Bundeswehr handele es sich nicht um eine Armee.
Recht hast du allerdings, dass 19 Jahre ein normales Alter für Wehrpflichtige ist. Das Durchschnittsalter der Amerikaner in Vietnam beispielsweise, wenn man Paul Hardcastle glauben konnte.
Comment von Rayson — 29. 6. 2006 @ 1:21
Ich gebe zu: Ich war nicht beim Bund.
Also musst du mir das jetzt erklären…
Nebenbei, und um auf den Darfur und den Kongo zurückzukommen: Dort ist offenbar 12 schon ein normales Alter für Wehrpflichtige. *seufz*
Comment von Karsten Dürotin — 29. 6. 2006 @ 1:24
Zum Sterben ist man eigentlich immer zu jung, ausserdem wird man meines Wissens nach in keiner regulären Armee zum Sterben augebildet (Ausnahme waren die japanischen Kamikaze). Das mit dem Töten trifft allerdings sicher zu, vor allem in kriegerischen Situationen dürfte die Tötungsschwelle extrem recht niedrig sein. Die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr öffentlich in Zweifel zu ziehen ist übrigens nicht sehr fein (vgl auch Stgb § 109 d: Störpropaganda gegen die Bundeswehr). Bereits seit längerem werden in der KFOR bereits 18 und 19-jährige eingesetzt, Beschwerden sind mir da keine bekannt.
Absichtliche Angriffe auf die zivile Infrastruktur sind ein Verstoss gegen das Völkerrecht (Es wurden ein Wohnhaus komplett gesprengt und die Elektrizitätsversorgung für 1,4 Millionen Leute “dem Erdboden gleich gemacht”)
Comment von Njus — 29. 6. 2006 @ 9:07
“Doch angesichts der israelischen Vorgehens sehe ich auch Israel nun nicht mehr als die leidende Demokratie, die diesen Terror erdulden muss.”
Warum muss der israelische Staat immer ein leidender, erduldender sein, um unsere Sympathien zu haben? Die Palästinenser zahlen jetzt den Preis für ihre eigenen Entscheidungen, that’s life!
Comment von Martin S. Hagen — 29. 6. 2006 @ 10:09
@Karsten
Schon auf die Idee, beim Bund zum Töten ausgebildet worden zu sein, würde ich nie kommen. Natürlich: Man lernt da Schießen mit dem unterschiedlichsten Gerät, und wer auf andere schießt, wird vermutlich auch mal töten, aber im Kopf dessen, der abdrücken muss, sind das zwei Paar Schuhe.
Gegen den Versuch, mich zum Sterben ausbilden zu lassen, hätte ich mich erst recht gewehrt. Allerdings kann das auch wirklich jeder ohne Ausbildung.
@Njus
Karsten war nicht beim Bund, und du bist kein Jurist, oder?
Comment von Rayson — 29. 6. 2006 @ 12:09
@Rayson:
Es sind so lange zwei Paar Schuhe, bis der Ernstfall einmal eintritt. Und in den Köpfen jener, die in Entscheidungspositionen sitzen, vermutlich auch in Friedenszeiten nicht.
“Zum Sterben ausgebildet” ist schon eine etwas krude Formulierung, das muss ich allerdings eingestehen.
@Martin:
Meine Sympathie liegt grundsätzlich bei dem, der die Gewalt erduldet, und nicht bei dem, der sie ausübt. Hat vielleicht mit meiner grundsätzlich doch recht christlichen Erziehung zu tun. und war einer der Gründe dafür, dass ich Israel in jeder Diskussion verteidigt habe. Seit gestern fällt mir das wesentlich schwerer.
Comment von Karsten Dürotin — 29. 6. 2006 @ 13:20
1. Der Angriff auf die Soldaten war kein terroristischer Akt, sondern ein Akt der Kriegsführung. (Terrorismus zielt absichtlich auf Zivilisten.)
2. Damit ist der israelische Einmarsch im Gaza-Streifen schlichte Gegenwehr. Die durch die Hunderte von Raketenbeschüssen von dort erst recht legitimiert wird.
3. Zivile Einrichtungen wie Brücken oder Elektrizitätswerke lahm zu legen, ist meines Wissens normale Kriegsführung. Denn diese Ziele können nun einmal auch militärisch genutzt werden. Erst recht, wenn es sich um Gegner handelt, wie die feigen palästinensischen Extremisten, die sich unter die Zivilbevölkerung mischen.
4. Das Völkerrecht gilt sowieso nur, wenn es gegen Israel oder die USA in Stellung gebracht werden kann. Ansonsten ist es den Anklägern vom Schlage eines njus schnurzpiepegal.
Comment von Boche — 29. 6. 2006 @ 13:48
Zitat: “Vielmehr sieht es nun so aus, dass beide Seiten den offenen Kampf wollen, mehr denn je.”
Du meinst wirklich, dass die Palästinenser mehr den je einen offenen Kampf wollen? Das kann doch nicht dein Ernst sein.
Hoffentlich greift Israel endlich wirklich hart durch.
Alle Punkte von denen ständig Kassamraketen abgeschossen werden, sollten dem Erdboden gleich gemacht werden.
Das hätte schon längst geschehen sollen, ohne dass dafür erst großartig aufmarschiert wird.
Nach jeder einzelnen Rakete ein Luftangriff und gut ist.
(mir ist klar, dass die meisten Raketen absichtlich von unbewohntem Gebiet bzw. aus Ruinen abgeschossen werden, daher sollte nach vorheriger Warnung der Zivilbevölkerung, das Wohngebiet, dass dem Abschußgebiet am nächsten liegt eingeebnet werden. Der Zuspruch der paläst. Zivilbevölkerung zu Raketenangriffen der Hamas/Fatah sollte nicht allzu lange andauern)
@ Karsten Dürotin
“Meine Sympathie liegt grundsätzlich bei dem, der die Gewalt erduldet, und nicht bei dem, der sie ausübt.”
Da auch zur Ausübung jedweder Notwehr nunmal Gewalt gehört, liegt deine Sympathie oftmals auf der falschen Seite, ist zwangsläufig so. Aber ist auch viel einfacher und bequemer, immer dem vermeintlich Schwächerem beizustehen, von daher ein guter Grundsatz, Glückwunsch.
Comment von tape — 29. 6. 2006 @ 15:52
//Und es bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch weitere Protagonisten hineingezogen werden. Denn dann wäre Peter Scholl-Latours Dauervision eines Dritten Weltkrieges nur noch wenige Schritte entfernt.//
Es geht da immer mehr auf Hws.39 hinaus. Die Russen werden also bald herumgelenkt um in Israel einzufallen um dort vernichtet zu werden. Obs das jetzt schon auslöst, oder erst wenn diese Mohamedanermosche in die Luft fliegt, weiß ich freilich nicht.
Comment von Ben Kalenol — 29. 6. 2006 @ 16:21
@Karsten
Es sind so lange zwei Paar Schuhe, bis der Ernstfall einmal eintritt.
Das sehe ich genau andersherum. Ohne Ernstfall existiert das zweite Paar gar nicht. Auf Pappkameraden zu ballern ist ohne einen Anflug von Gewissensnöten machbar. Aber das erste Mal auf richtige Menschen, junge Menschen wie man selbst, zu schießen und sie dadurch umzubringen, was das bedeutet, weiß man erst, wenn man es getan hat.
Die Alternative wäre, die Soldaten durch knallhartes Training und Gehirnwäschen zu gefühllosen Killern zu dressieren. Aber diesen Satz im Zusammenhang mit Bundeswehr zu denken, das wäre mir dann doch zu grotesk.
Comment von Rayson — 29. 6. 2006 @ 16:23
@tape
Da auch zur Ausübung jedweder Notwehr nunmal Gewalt gehört, liegt deine Sympathie oftmals auf der falschen Seite, ist zwangsläufig so.
Ich glaube, du kannst Karsten schon zutrauen, dass er einzelne Akte der Gewalt im Zusammenhang betrachten kann. Ob da jeweils immer einer ist, ist eine andere Frage. Wo Notwehr aufhört und simple Rache anfängt, kann schon von Betrachter zu Betrachter unterschiedlich sein.
Comment von Rayson — 29. 6. 2006 @ 16:26
“Warum muss der israelische Staat immer ein leidender, erduldender sein, um unsere Sympathien zu haben? Die Palästinenser zahlen jetzt den Preis für ihre eigenen Entscheidungen, that’s life!”
@ Martin S. Hagen
Aha die 1,4 Millionen Palaästineser zahlen jetzt für den Scheiss den die syrische Hamas angerichtet hat. Da stehen Ursache und Wirkung aber nicht ganz zusammen. Das ist ungefähr so wie wenn die Irake für die Verbrechen der Al-Kaida zahlen, das gibt nicht wirklich Sinn. Den zu bestrafen den man am einfachsten kriegen kann ist nicht direkt Gerechtigkeit
“4. Das Völkerrecht gilt sowieso nur, wenn es gegen Israel oder die USA in Stellung gebracht werden kann. Ansonsten ist es den Anklägern vom Schlage eines njus schnurzpiepegal.”
@Boche
Warum werden in Den Haag dann immer nur Serben und Kosovoalbaner angeklagt? Dort wurde noch NIE ein israelischer Soldat angeklagt. Und US-Soldaten können ausserdem gar nicht wegen Verstösse gegen das Völkerrecht angeklagt werden. Palästineser können dort auch nicht angeklagt werde da man sie wegen Staatenlosigkeit erst gar nicht in die EU holt.
Comment von Njus — 29. 6. 2006 @ 18:22
“Aha die 1,4 Millionen Palaästineser zahlen jetzt für den Scheiss den die syrische Hamas angerichtet hat.”
Nun, die armen Palästinenser sind ja nicht ganz so wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Die Hamas ist nicht syrisch sondern ur-palästinensisch.
Und die unglaublichen Mordtaten der verschiedenen der diversen Terrorgruppen finden in der Bevölkerung ja anscheinend mehrheitliche Zustimmung.
Ich will nicht sagen, dass ich mir eine Kollektivbestrafung wünsche. Mein Mitleid mit Menschen, die (warum auch immer) beständig darin sind, Krieg dem Frieden vorzuziehen, hält sich aber auch in Grenzen.
Zum Völkerrecht: Kriegsverbrechertribunale verurteilen Kriegsverbrecher. So einfach.
Und dass die palästinensischen Verbrecher von israelischen Gerichten verurteilt werden, finde ich passender. Schließlich verüben sie ihre Verbrechen auch dort.
Comment von Boche — 30. 6. 2006 @ 10:15
Die Palästinenser haben die Hamas nicht gewählt, weil sie die Konfrontation mit Israel wollten, sondern weil sie vom politischen Stillstand, der Korruption der Fatah-Regierung und den sozialen Mißständen die Schnauze voll hatten. Mit seiner unnachgiebigen Haltung gegenüber Arafat hat “Bulldozer” Ariel Scharon in seinen ersten Amtsjahren selbst den Grundstein für den unaufhaltsamen Aufstieg der Hamas gelegt. Also sollen die Hardliner jetzt nicht rumjammern!
Was passiert da eigentlich? Da ist eine demokratisch gewählte Regierung von der Armee eines anderen Staates verhaftet wurden! Mittlerweile scheint sich herauszukristallisieren, daß militante Hamas-Anhänger die Pragmatiker um Premier Hanjia unter Druck setzen wollten mit der Beteiligung an dem Anschlag und der Entführung. Israels Reaktion war völlig unangemessen. Den Preis werden israelische und palästinenische Zivilsten bezahlen!
Ich stehe weder auf Seite der Israelis oder der Pallis, ich stehe auf Seiten der kompromißbereiten Politiker (Abbas, Barak, Perez) und Parteien (Meretz, Arbeitspartei, Unabhängiges Palästina)
Comment von Kay Hanisch — 3. 7. 2006 @ 19:14
“Die Palästinenser haben die Hamas nicht gewählt, weil sie die Konfrontation mit Israel wollten, sondern weil sie vom politischen Stillstand, der Korruption der Fatah-Regierung und den sozialen Mißständen die Schnauze voll hatten.”
Aha. Du weißt Bescheid, was die Palästinenser wirklich wollen. Chapeau!
Dass immer wieder von Umfragen gesprochen wird, in denen 80% der palästinensischen Bevölkerung die Selbstmordattentate gutheißen, dass du die Palästinenser für blöd genug zu halten scheinst, die Hamas-Charta nicht zu kennen oder für unwichtig zu erachten - all das sei nur am Rande erwähnt.
Aber natürlich haben die Palästinenser Kriegshetzer und Mörder gewählt, weil die weniger korrupt sind. Das klingt logisch, klar.
“Was passiert da eigentlich? Da ist eine demokratisch gewählte Regierung von der Armee eines anderen Staates verhaftet wurden!”
Huch! Wir haben Krieg. Und die Armee des angegriffenen Staates setzt die Regierung des Angreifers fest. Na so eine Unverschämtheit aber auch!
“Mittlerweile scheint sich herauszukristallisieren, daß militante Hamas-Anhänger die Pragmatiker um Premier Hanjia unter Druck setzen wollten mit der Beteiligung an dem Anschlag und der Entführung.”
Pragmatiker? Du meinst den, der Israel als Besatzung Palästinas bezeichnet, deren Ende er herbeiführen möchte?
Lachhaft.
“Israels Reaktion war völlig unangemessen.”
Wenn man aus besetzten Gebieten abzieht und als Antwort Raketenbeschuss und Angriffe auf Grenzposten erlebt, ist eine militärische Antwort vielleicht nicht ganz so unangemessen, oder?
Aber man könnte natürlich auch mit Hamas-Pragmatikern über die zukünftige Judenfreiheit Palästinas verhandeln.
“Den Preis werden israelische und palästinenische Zivilsten bezahlen!”
Noch schlimmer: Zumindest die palästinensischen Zivilisten kann man nicht ganz vom Vorwurf freisprechen, ihr trauriges Schicksal selbst befördert zu haben.
“Ich stehe weder auf Seite der Israelis oder der Pallis, ich stehe auf Seiten der kompromißbereiten Politiker…”
Meines Erachtens stehst du vor allem im Nebel antiisraelischer Vorurteile.
Comment von Boche — 4. 7. 2006 @ 14:14
Es ist schon komisch, dass das Leben eines israelischen Soldaten den Einmarsch israelischer Truppen rechtfertigt, während die “Inhaftierung” (eigentlich: Verschleppung) Tausender Palästinenser (teilweise minderjährig!!) als akzeptabel beiseite gelegt wird. Israel hat schon VOR der Entführung des Soldaten innerhalb eines Monats mehr als 20 Palästinenser getötet. Während geschätzt wird, dass etwa 800 Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen abgefeuert werden (die palästinensische Regierung hat seit der letzten Belagerung durch die israelische Armee (zu Zeiten Arafats) keine Kontrolle über die Straßen und dieser Umstand hat sich seit dem Boykott nicht verbessert), wurden etwa 8000 Raketen von der israelischen Armee in den Gaza-Streifen abgefeuert und haben ihre Ziele offensichtlich erreicht. Aber das ist kein Terrorismus! Das ist Selbstverteidigung.
Ich muss ehrlich sagen, ich bin beschämt, wenn ich mir anschaue, wie mit zwei Ellen gemessen wird.
@Boche: “Zivile Einrichtungen wie Brücken oder Elektrizitätswerke lahm zu legen, ist meines Wissens normale Kriegsführung.”
wow! Was ist denn dann unnormal? Wenn im Kampf gegen Terroristen nichts heilig ist, was auch (und zwar unter anderem!!) die besagten Terroristen verwenden könnten, dann frage ich mich, wie weit es um die Menschlichkeit einer Demokratie (wie sie Israel zu sein vorgibt) bestellt ist. Schlimmer noch, wie “Liberale” (offensichtlich gilt der Freiheitsanspruch nur für einen selbst, nicht für andere..) mit so einem Thema umgehen!!
Comment von Omar Abo-Namous — 5. 7. 2006 @ 2:05
“Es ist schon komisch, dass das Leben eines israelischen Soldaten den Einmarsch israelischer Truppen rechtfertigt, während die “Inhaftierung” (eigentlich: Verschleppung) Tausender Palästinenser (teilweise minderjährig!!) als akzeptabel beiseite gelegt wird.”
Ja, komisch, dass den Israelis ein Mensch mehr wert ist, als den Palästinensern, die so etwas gern mal opfern, um Juden zu töten.
Und die Ínhaftierten sind meines Wissens im Knast, weil sie Anschläge verüben wollten. Dass da auch Minderjährige sitzen, fällt recht schnell auf die palästinensischen Extremisten zurück: Schließlich scheuen sie sich offensichtlich nicht davor, Minderjährige als Mordwerkzeuge zu rekrutieren.
“Israel hat schon VOR der Entführung des Soldaten innerhalb eines Monats mehr als 20 Palästinenser getötet.”
Als Reaktion auf Angriffe. Vergessen?
“Aber das ist kein Terrorismus! Das ist Selbstverteidigung.”
Selbstverständlich. Man vergesse doch bitte nicht, wer Angreifer und wer Angegriffener ist.
“Ich muss ehrlich sagen, ich bin beschämt, wenn ich mir anschaue, wie mit zwei Ellen gemessen wird.”
Geht mir auch so. Aber ich bewundere auch ein wenig den Propagandaerfolg der Palästinenser, die sich bei allen Untaten und aller Kriegs- und Vernichtungslust immer noch als Opfer darzustellen wissen.
“Wenn im Kampf gegen Terroristen nichts heilig ist, was auch (und zwar unter anderem!!) die besagten Terroristen verwenden könnten…”
Ziviles Leben ist heilig. Wenn das nicht so wäre, würde Palästina in Blut baden. Und nicht nur das Ableben von Terroristen und Schäden an Gebäuden und Einrichtungen beklagen, die von uns bezahlt wurden.
Comment von Boche — 5. 7. 2006 @ 9:19
Ach, zur Zerstörung des Transformatorenwerks in Gaza habe ich grad folgenden Artikel gelesen. Das lässt die Geschichte in einem etwas anderen Licht erscheinen, oder?
Comment von Boche — 5. 7. 2006 @ 9:48
@Boche: ja, honestly concerned ist wirklich die Quelle, die am meisten Glaubwürdigkeit aufweisen. DAS ist nicht Propaganda!!
“Ja, komisch, dass den Israelis ein Mensch mehr wert ist, als den Palästinensern, die so etwas gern mal opfern, um Juden zu töten.”
Menschenverachtender kann man eigentlich gar nicht argumentieren.
“Schließlich scheuen sie sich offensichtlich nicht davor, Minderjährige als Mordwerkzeuge zu rekrutieren.”
“Mordwerkzeuge”, die auf gepanzerte Armeestreifen mit Steinen werfen! Das muss der rechtfertigende Grund sein für ihre Inhaftierung!! Es ist doch gerade weil die Palästinenser offensichtlich sich sehr wohl um das Wohlergehen der Frauen und Kinder in den israelischen Gefängnissen sorgen, dass sie zur Beilegung der Entführungskrise die Freilassung selbiger verlangen. Israel hat seit der Entführung jede Handreichung und jeden Versuch der Beilegung aus palästinensischer Seite abgelehnt! Spricht das für einen Respekt des menschlichen Lebens? Hier der Brief einer Tochter einer Inhaftierten an die Mutter von Gilad Shalit, der am besten verdeutlichen kann, worum es hier eigentlich geht. Mehr über die sog. administrativen Häftlinge gibt es bei B’Tselem.
“Selbstverständlich. Man vergesse doch bitte nicht, wer Angreifer und wer Angegriffener ist.”
Jetzt wirst du mir erklären, dass eine Armee, die zivile Einrichtungen in fremdem Territorium bombardiert, Häuser dem Erdboden gleich macht (zugegeben nachdem sie die Bewohner aufgefordert haben, dieses zu verlassen, was aber nicht an der Tragweite des Verbrechens ändert), dass diese Armee eine defensive Stellung eingenommen hat?
“Ziviles Leben ist heilig. Wenn das nicht so wäre, würde Palästina in Blut baden.”
Könnte Netanyahu nicht besser sagen! Nur weil Israel nicht ganz so viele Unschuldige umbringt, wie es könnte, sollten die Palästinenser froh und dankbar sein!
Das Problem ist meines Erachtens mit der ausländischen Unterstützung und der Ansporn zur Radikalisierung der israelischen Vorgehensweise (und damit der Regierung). Während in Israel mehrere Stimmen der Vernunft zu hören sind (nicht genug, aber immerhin), gibt die “zivilisierte Welt” der israelischen Regierung den Marschbefehl oder zumindest ein grünes Licht.
Comment von Omar Abo-Namous — 5. 7. 2006 @ 12:26
@Omar Abo-Namous
Sie meinen also, Honestly Concerned hat dem Zitierten etwas in den Mund gelegt, was dieser nicht gesagt hat?
“Menschenverachtender kann man eigentlich gar nicht argumentieren.”
Menschen als Bomben zu benutzen finde menschenverachtend. Darauf hinzuweisen wäre auch menschenverachtend? Bestechende Logik.
““Mordwerkzeuge”, die auf gepanzerte Armeestreifen mit Steinen werfen!”
Nicht nur mit Steinen, mein lieber Omar. Es dürfen auch gern Brandsätze sein. Und wenn ihnen das Jüdische nicht gepanzert gegenüber steht, wird auf das Werfen ja auch nicht verzichtet. Wie war das mit dem Lynchmord, bei dem die Leicher zweier Israelis durch die Straßen gezogen wurden?
Ich kann verstehen, dass man sich da lieber hinter Panzerungen aufhält. Sie nicht?
“Es ist doch gerade weil die Palästinenser offensichtlich sich sehr wohl um das Wohlergehen der Frauen und Kinder in den israelischen Gefängnissen sorgen, dass sie zur Beilegung der Entführungskrise die Freilassung selbiger verlangen.”
Wiederum bewundere ich die Logik deiner Ausführungen:
Man schickt (z.T. auch weibliche und minderjährige) Mörder los, die vor der Tat verhaftet werden.
Dann entführt man einen Grenzposten (der sich übrigens innerhalb der gern erwähnten 67′er Grenzen befand) und nennt den angebotenen Tauschhandel “Beilegung der Krise”. Der Krise, die man selbst herbeigeführt hat.
“Jetzt wirst du mir erklären, dass eine Armee, die zivile Einrichtungen in fremdem Territorium bombardiert, Häuser dem Erdboden gleich macht (zugegeben nachdem sie die Bewohner aufgefordert haben, dieses zu verlassen, was aber nicht an der Tragweite des Verbrechens ändert), dass diese Armee eine defensive Stellung eingenommen hat?”
Ein Gegenangriff ist natürlich irgendwie auch ein offensiver Akt. Das hätte man sich als Angreifer aber auch vorher denken können.
“Nur weil Israel nicht ganz so viele Unschuldige umbringt, wie es könnte, sollten die Palästinenser froh und dankbar sein!”
Ich denke, dass es Israel (und auch mir) recht schnurz ist, ob die Palästinenser dankbar dafür sind, dass ihre Todfeinde um Epochen zivilisierter sind, als die eigenen Mordbanden. Ich wollte nur auf einen fundamentalen Unterschied hinweisen, der angesichts der palästinensischen Propaganda gern vergessen wird.
Wie ja auch vergessen wird, dass wir in den letzten Monaten eine schlichte Wahrheit mal direkt vor Augen hatten:
Israel macht Zugeständnisse und gibt den Palästinensern Land zurück. Die Antwort ist Raketenbeschuss, Terror und ein Angriff auf die Landesgenze.
Diese simple Wahrheit bringen 10 Uri-Avnery-Beiträge nicht aus der Welt.
Comment von Boche — 5. 7. 2006 @ 15:47
Der Tag an dem Israel wieder in seinen von Gott gegebenen Grenzen wohnen wird kommt!
Gott segne Jissrael!
Comment von Ben Kalenol — 6. 7. 2006 @ 10:18
Schön, dieses düstere Thema durch Komik etwas aufgelockert zu sehen.
Comment von Boche — 6. 7. 2006 @ 10:34
@ Boche:
Ich könnte jetzt behaupten, daß Du im Nebel antipalästinensischer Vorurteile stehst, aber damit würde ich mich auf Dein Niveau herabbegeben und diese ganze einseitige Parteinahme - für welche Seite auch immer - unterstützen. Denn an der verfahrenen Situation tragen beide Seiten schuld. Mit Barak hätte es Frieden geben können, jetzt auch mit Olmert - zu weitaus schlechteren Konditionen allerdings. Die Reaktion Israels gebährt weitere Selbstmordattentäter, daß kann sich jeder Depp am Arsch abfingern!
Die EU sollte Abbas zum Dank für seine Bemühungen eine kleine Rente zahlen und Israel und Palästina sich selbst überlassen. Es bringt einfach nichts mehr, sich finanziell und politisch in diesem Konflikt zu engagieren. Selbst in Somalia ist die Chance auf Frieden und die Bereitschaft dazu größer!
Hanjia wurde übrigens vom SPIEGEL als “Pragmatiker” bezeichnet. Aber Du weist natürlich sowieso alles aus erster Hand…
Wenn Israel nicht bereit ist, einen palestinänsishen Staat aus Westbank und Gaza-Streifen anzuerkennen, warum sollten die Hamasleute dann Israel anerkennen? Die Frage läßt sich übrigens auch umdrehen….
Comment von Kay Hanisch — 6. 7. 2006 @ 13:24
@Kay
“Ich könnte jetzt behaupten, daß Du im Nebel antipalästinensischer Vorurteile stehst, aber damit würde ich mich auf Dein Niveau herabbegeben…”
Wenn du den Vorwurf begründen könntest, empfände ich das nicht als niveaulos.
“Denn an der verfahrenen Situation tragen beide Seiten schuld.”
Irgendwie vielleicht schon. Die Frage ist aber, wer kann was tun, um zur Lösung beizutragen.
“Die Reaktion Israels gebährt weitere Selbstmordattentäter, daß kann sich jeder Depp am Arsch abfingern!”
Ähm, die Niveaufrage mal außen vor:
Selbstverteidigung schafft neue Angreifer? Na, dann hat Israel wohl tatsächlich nur noch einen Ausweg: Die Staatsauflösung.
“Hanjia wurde übrigens vom SPIEGEL als “Pragmatiker” bezeichnet.”
Na, dann muss es wohl stimmen! *lol*
“Wenn Israel nicht bereit ist, einen palestinänsishen Staat aus Westbank und Gaza-Streifen anzuerkennen,…”
Wie kommst du darauf? Israel war schon zu sehr viel mehr bereit und hatte sogar Ost-Jerusalem aufs Angebot draufgepackt. Wir haben hier kein Angebots- sondern ein Nachfrageproblem. Die Mehrheit der Palästinenser scheint eben alles zu wollen, inkl. dem Land der Nachbarn.
Comment von Boche — 7. 7. 2006 @ 9:42
Es gibt auf beiden Seiten kompromißbereite Strömumgen und Leute, genauso wie es auf beiden Seiten Leute gibt, die alles Land wollen (solche behaupten in Israel z.B. die Palästinenser hatten bereits einen eigenen Staat: Jordanien).
Nichts gegen die Selbstverteidigung Israels, aber die Aktionen der Armee waren doch mehr als das.
Die Mehrheit der Palästinenser würde ein Israel in den Grenzen von 67 anerkennen. Deswegen sträubte sich die Hamas ja so gegen das von Abbas angeregte Referendum.
Comment von Kay Hanisch — 7. 7. 2006 @ 11:18
“Nichts gegen die Selbstverteidigung Israels, aber die Aktionen der Armee waren doch mehr als das.”
Sicher kann man sich fragen, ob die Zerstörung des Transformatorenwerkes notwendig war. Das fragen sich ja auch Israelis und inzwischen wurde beschlossen, das Werk auf israelische Kosten wiederaufzubauen.
Aber das Festnehmen der Terrorchefs von der Hamas und die Versuche, die Strukturen des Qassam-Terrors zu zerstören bzw. den Beschuss zu unterbinden, sind m.E. sehr wohl schlichte Selbstverteidigung. Wenn man sich vorstellt, wie klein Israel ist (vergleichbar mit Hessen) und wie leicht Terroristen mit immer besseren Raketen das ganze Land als Geisel nehmen können, dann sollte man schon ein wenig das Problem der israelischen Regierung verstehen können.
Zu Jordanien: Es ist ja nun einmal Fakt, dass vom ursprünglichen, von der UNO vorgesehenen palästinensischen Staat auch deswegen nicht mehr viel übrig ist, weil sich die “arabischen Brüder” Teile herausgeschnitten haben. Während sie die Palästinenser bei sich weiter in Flüchtlingslagern hausen lassen.
Insofern ist der Verweis auf Jordanien nicht ganz verkehrt. Wenn auch sicher nicht zielführend.
Comment von Boche — 7. 7. 2006 @ 11:56
Zur Mehrheit der Palästinenser, die Israel in den Grenzen von 1967 anerkennen würde:
Der Plan, der angeblich eine Mehrheit hatte, sah gleichzeitig die Rückkehr der Flüchtlinge und all ihrer Nachkommen in das Land Israel vor.
Genauso weit war man in Camp David, genau das kann niemand ernsthaft von Israel verlangen. So lange diese Forderung gestellt wird, wird der ganze Plan desavouiert.
Comment von Boche — 7. 7. 2006 @ 11:59
“Genauso weit war man in Camp David, genau das kann niemand ernsthaft von Israel verlangen. So lange diese Forderung gestellt wird, wird der ganze Plan desavouiert.”
Und was macht sonst mit den Flüchtlingen?? Israel glaubt ja auch mit der palästinensischen Bevölkerung (israelische Araber, wenn du so willst) im eigenen Staat Probleme zu haben. So wurde der Zuzug von palästinensischen (und zwar nichtjüdischen!!) Ehepartnern von israelischen Bürgern erschwert, wenn nicht ausgeschlossen. Zudem werden täglich palästinensische Bewohner Jerusalems vom Ausbau oder vom Renovieren abgehalten.
All das kann *auch* damit “begründet” werden, dass sich Israel selbst aufgeben würde, wenn es die “demographische Wandlung” nicht aufhält. Demnächst kann man erwarten, dass arabische Israelis maximal x Kinder gebären dürfen, damit Juden die dominante Bevölkerungsgruppe bleiben. Wenn man das auf Deutschland übertragen würde, wärst du der erste, der “Rassismus” schreien würde (glaube ich zumindest). Nur auf Israel bezogen, scheint das legitim zu sein..
[Häftlinge]:
Die Forderung der Hamas ist die, dass die israelische Seite alle (inzwischen ist man auf Zahlen runtergegangen 120..) _administrativen_ Häftlinge freilässt. Das sind Menschen, die wie Guantanamo-Häftlinge ohne Anklage gefangengehalten werden. Wenn tatsächlich ein Terrorakt geplant war, dann soll dies vor einem Gericht bewiesen werden. Alle anderen gehören - auch ohne Gegengeisel - freigelassen! Nur leider hat sich die Haltung “Palästinenser sind Terroristen” ganz schön weit durch die öffentliche Wahrnehmung durchgearbeitet. Etwas, was sich Israel zunutze macht.
“Israel macht Zugeständnisse und gibt den Palästinensern Land zurück. Die Antwort ist Raketenbeschuss, Terror und ein Angriff auf die Landesgenze.”
Wieder etwas, was direkt aus dem Mund der Propaganda-Maschinerie der israelischen Regierung kommen könnte: Tatsächlich hat Israel nach “Verlassen” des Gaza-Streifens (tatsächlich waren Palästinenser an keinem Punkt in Freiheit, da der Gaza-Streifen komplett abgeriegelt wurde) mit der Bombardierung von “Terroristen” (~22 Opfer!). Bis dahin hatten palästinensische Gruppen einen einseitigen Waffenstillstand eingehalten. Erst diese Provokation hat zwei militante Gruppen veranlasst, mit der Bombardierung von Sderot zu antworten. Danach - wie man sich fast gar nicht mehr erinnern kann - hat Israel mit dem “ersten Regen” angefangen, einer Operation, die erst einige Tage nach dem sog. Abzug erfolgte (dem Namen nach zu urteilen, wird es demnächst auch den Herbstregen und den Winterregen geben..) Auch als Hamas die Bombardierung mit Qassam eingestellt hatte und wieder einen einseitigen Waffenstillstand deklarierte, hat Israel mit der Bombardierung einige Tage weitergemacht. Zeitgleich hatte die IDF die Westbank angegriffen und dabei schnell mal sechs Zivilisten umgenietet. Also: Nicht einfach offizielle israelische Pressemitteilungen und Interview-Antworten unreflektiert wiedergeben!
Gruss, Omar
Comment von Omar Abo-Namous — 7. 7. 2006 @ 23:56
Ich schlage vor, daß alle, die von den Phalästinenzern besetzten Israelischen Gebiete, wie zB. Bethlehem, an ihren rechtmäßigen Eigentümer, Israel abgegeben werden. Das ist doch ein Weg zum Frieden?
Comment von Ben Kalenol — 10. 7. 2006 @ 14:59
“Ich schlage vor, daß alle, die von den Phalästinenzern besetzten Israelischen Gebiete, wie zB. Bethlehem, an ihren rechtmäßigen Eigentümer, Israel abgegeben werden. Das ist doch ein Weg zum Frieden?”
Es wäre auch ein Weg zum Frieden, Deutschland einfach den Türken zu geben.. Einige von ihnen (den Türken) sind auch schon fast 60 Jahre in Deutschland, da ist die Forderung ja nicht abwegig. Auf der anderen Seite sind sie nicht so hochgerüstet und haben keine Nuklearwaffen!
amüsierte Grüsse, Omar
Comment von Omar Abo-Namous — 13. 7. 2006 @ 11:27
Guten Tag
//Es wäre auch ein Weg zum Frieden, Deutschland einfach den Türken zu geben.. Einige von ihnen (den Türken) sind auch schon fast 60 Jahre in Deutschland, da ist die Forderung ja nicht abwegig. //
Dieser Gedanke ist in der Tat gar nicht so abwegig, denn wenns so weitergeht, wirds womöglich so kommen…
Aber jetzt zu Israel. Der Unterschied zum Vergleich mit Deutschland und den Türken ist, daß Türken ja kein Anrecht auf Deutschland haben, Israelis aber auf Israel.
Das sagt Gott zu Abraham
1.Mose 17,8 Und ich werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz, und ich werde ihnen Gott sein.
Das sagt Gott zu Jakob-Israel
1.Mose 35,12 Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben.
Comment von Ben Kalenol — 13. 7. 2006 @ 15:46
Dass das Wort Gottes, wie du es hier verstehst und meinst, nicht jeden interessiert, und damit in internationalen Verhandlungen keine Rolle spielen dürfte, ist dir doch hoffentlich klar? :)
Comment von Karsten — 15. 7. 2006 @ 17:28
@Karsten Natürlich ist mir das klar.
Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Gott obs den zuständigen Herren passt oder nicht, seine Politik macht.
Es läuft alles nach Plan!
Comment von Ben Kalenol — 15. 7. 2006 @ 18:06