Wir stellen ein
Die ganze Misere des deutschen Arbeitsmarkt in einem Foto, aufgenommen bei Lekkerland in Frechen:

Na gut, nicht die ganze Misere. Die bekäme man wohl erst, wenn ein Schild “Wir entlassen” daneben stünde. Aber wer würde sich das schon trauen? Gerling? Die Allianz? Wohl kaum.










Die wenigen Jobs, die Lekkerland zu vergeben hat, werden vielleicht nicht an eine Tafel gesteckt, aber auf der Webseite findet man sie doch.:
http://www.lekkerland.de/le/de/karriere/jobboerse/Jobs.html
Comment von stefanolix — 30. 7. 2006 @ 15:11
Ich wollte auch hier nicht speziell Lekkerland an den Pranger stellen. Vielleicht hätte ich einfach auf die Namensnennung verzichten sollen. Es ging mehr um den symbolischen Wert des Fotos.
Ich denke außerdem, dass dieses Schild in früheren (besseren?) Zeiten einmal dazu diente, speziell die Arbeiter-Jobs aufzulisten, die die Frechener Außenstelle zu vergeben hatte - während die Website vor allem technische und Führungspositionen im ganzen Bundesgebiet aufzeigt.
Und selbst auf Frechen bezogen, weiß ich aus dem Bekanntenkreis, dass Lekkerland mindestens einen Auszubildenden einstellt. Also: Wirklich kein Angriff auf Lekkerland.
Comment von Karsten Dürotin — 30. 7. 2006 @ 17:31
Schilder dieser Art habe ich schon häufig gesehen. Sie sind ziemlich verbreitet. Vielleicht sind ja die Unternehmen längst auf die Online-Versionen umgestiegen. Aber dort finden sich aber im Regelfall auch nicht mehr Stellenangebote.
Comment von apollon — 30. 7. 2006 @ 18:10
Klar: die Tafel ist eher für einfache Jobs gedacht. Vielleicht hatte es ja nicht mehr viel Sinn, diese “Arbeiter-Jobs” aufzulisten, weil sie entweder weggefallen sind oder schrittweise an Fremdfirmen vergeben wurden?
Comment von stefanolix — 30. 7. 2006 @ 18:41
In einem Bildband über Dresden habe ich ein noch besseres Bild gesehen:
Da stand an einer Industrieruine auch eine Tafel “Wir stellen ein” - hatte jemand mit Filzstift darunter geschrieben “Unsere Produktion”.
Comment von Kay Hanisch — 1. 8. 2006 @ 21:02