31. 7. 2006

Karnevalsgastgeber

Die Liberale Stimme freut sich, Gastgeber für den nächsten Karneval der Deutsch-Amerikanischen Beziehungen (Carnival of German-American Relations) sein zu dürfen. Wir teilen uns diese Ehre mit dem US-Gastgeber Dialog International, wo David Vickrey verantwortlich zeichnet.

Die meisten unserer Leser wissen sicherlich, worum es bei dieser Aktion geht und wie sie funktioniert; für die, die noch nie davon gehört haben, folgt eine Erläuterung des Blogkarnevals an sich sowie dieser speziellen Aktion am Ende dieses Beitrages.

Für alle anderen möchte ich kurz anmerken, welche Vorstellungen und Wünsche ich mit unserer Rolle als Gastgeber verknüpfe - mit etwas Glück lässt sich ja das Eine oder Andere davon erreichen. Die bisherigen Carnivals of G-A Relations wurden in doppelter Hinsicht von bestimmten Gruppen von Bloggern dominiert - jedenfalls was die deutsche Seite anging.

Zum einen waren unter den Teilnehmern fast ausschließlich “Politblogger”, wenn ich das mal so nennen darf, also Autoren von Blogs, die sich hauptsächlich mit Politik beschäftigen. Es würde mich aber freuen, wenn sich diesmal auch einige Blogs beteiligen würden, die sich sonst vor allem mit anderen Themen beschäftigen - etwa mit dem beruflichen Alltag der Autoren oder ihren privaten Erlebnissen. Entweder, indem sie politische Meinungen von Menschen vermitteln, die nicht den ganzen Tag über Politik nachdenken und schreiben, oder aber, indem sie ganz unpolitisch Anekdoten oder persönliche Erfahrungen mit dem Verhältnis zwischen deutschen und Amerikanern beisteuern. Da dieser Carnival ja das Ziel hat, die Beziehungen zwischen unseren Ländern und das Verständnis zwischen ihren Bewohnern zu verbessern, wäre das für mich eine hochinteressante Komponente.

Zum anderen dominierte auch innerhalb der Politblogger eine bestimmte Gruppe, die manchmal als “Transatlantiker” bezeichnet wird - diejenigen Blogs nämlich, die sich deutlich proamerikanisch positionieren und zumeist damit beschäftigt sind, gegen einen (vorhandenen oder wahrgenommenen) deutschen Antiamerikanismus anzuschreiben. Da diese noch dazu eigentlich ausschließlich aus dem liberalen oder (neo-)konservativen Lager stammen, fehlte den bisherigen Carnivals meiner Ansicht nach oft etwas an Breite und Themenvielfalt. Das habe ich auch bereits mit dem Urheber und grandseigneur der German-American Carnivals, Joerg Wolf, besprochen - und er würde sich ebenfalls freuen, wenn sich Blogger mit eher sozialdemokratischer oder grüner, durchaus auch amerikakritischer, Haltung beteiligen würden.

Diese beiden Punkte sind für mich die wesentlichen Hoffnungen, die ich in Bezug auf den nächsten Carnival hege. Dass ich mich darüber hinaus freuen würde, wenn die Zahl der beteiligten Blogger und der Leser wächst und dabei auch die hohe Qualität der Beiträge erhalten bleibt, ist wohl selbstverständlich. Also: Ihr alle seid eingeladen, bis zum 24. September 2006 eure Beiträge einzureichen und euch an dieser Aktion zu beteiligen.

Und nun zu den Erläuterungen für jene, die hier erstmals über den “Carnival of German-American Relations” stolpern:

Ein “Blogkarneval” ist eine gemeinsame Aktion einer größeren Anzahl an Blogs, bei denen diese sich gemeinsam einem bestimmten Thema oder Themenbereich widmen. Zu diesem wählt jeder teilnehmende Blogger einen seiner Beiträge aus, der inhaltlich passt - oder verfasst einen neuen Beitrag, der sich mit dem Thema beschäftigt. Dieser wird am Ende mit der Anmerkung “Eingereicht zum Karneval der deutsch-amerikanischen Beziehungen” versehen, die wiederum mit der Seite “http://america-germany.atlanticreview.org/archives/13-Next-Carnival-on-September-24.html” verlinkt wird - also so:

Eingereicht zum Karneval der deutsch-amerikanischen Beziehungen

Der Link verweist auf die Basisseite dieser Aktion bei “Atlantic Review”, einem Blog dreier Alumni des Fulbright-Programms, die sich um die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA bemühen (darunter auch der bereits von mir gelobte Joerg Wolf). Dort werden per Trackback alle Beiträge gesammelt, die Blogger für diesen Carnival eingereicht haben. Wenn eure Blogsoftware keine automatischen Trackbacks erstellt, müsst ihr natürlich auch noch von Hand einen Trackback unter folgender Adresse erstellen:

http://america-germany.atlanticreview.org/
comment.php?type=trackback&entry_id=13

Dies kann jederzeit erfolgen, für den augenblicklichen, vierten, Carnival kommen allerdings nur Beiträge in Frage, die dort zwischen dem 2. Juli 2006 (dem Stichtag des letzten Carnivals) und dem 24. September 2006 (unserem aktuellen Stichtag) eingereicht wurden. Diese Beiträge können in Deutsch oder Englisch verfasst werden und beliebige Themen haben, die mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen zu tun haben. Joerg und seine Kollegen lassen dabei jede Meinung zu, solange sie zivilisiert und höflich geäußert wird und nicht gerade nur aus drei Zeilen voller Beleidigungen bestehen - immerhin geht es ja um den Austausch von Meinungen. Wichtig ist aber, dass euer Beitrag den oben angegebenen Link trägt, weil er sonst von der Anti-Spam-Software der Atlantic Review automatisch gelöscht wird.

Am 24. September werden David Vickrey und ich dann einen Überblick über die eingereichten Beiträge geben - David auf Englisch, ich auf Deutsch, wobei wir allerdings beide sowohl deutsche als auch englische Beiträge in Betracht ziehen werden. In diesen Überblicken muss nicht unbedingt jeder einzelne Beitrag erwähnt werden (obwohl ich mir das vorgenommen habe), den breitesten Raum erhalten dabei aber auf jeden Fall die Artikel, die uns stilistisch und argumentativ am besten gefallen, ob wir die Meinungen nun teilen oder nicht.

Etwas umfangreichere Erläuterungen zum Prozedere finden sich auch hier bei der Atlantic Review. Wer für den Carnival werben möchte, kann das mit diesem Banner hier tun:

Der benötigte Code findet sich hier.

4 Kommentare »

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http://liberalestimme.blogsome.com/2006/07/31/karnevalsgastgeber/trackback/

  1. Hi Karsten,
    erstmal Gratulation. Was mich ganz besonders freut, ist, dass ihr das Spektrum an Blogs um kritische Stimmen erweitern wollt. Das vorwiegend konservative Umfeld hatte mich nämlich bisher vom Verfassen eines Beitrags abgehalten. Danke also für Deine Bemühungen.

    Comment von Jochen — 31. 7. 2006 @ 14:58

  2. Erwünscht waren diese anderen Meinungen schon immer, wie mir Joerg Wolf schon mehrfach bestätigt hat. Aber dieselben Vorbehalte, die dich vom Einreichen eines Beitrages abgehalten haben, waren wohl auch bei anderen vorhanden. Vielleicht lässt sich das ja jetzt abbauen.

    Comment von Karsten Dürotin — 31. 7. 2006 @ 20:52

  3. Karsten,

    das ist ja super. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob Du weißt, worauf Du Dich da eingelassen hast, aber ich werde mir besondere Mühe geben!

    Jochen,

    eben weil viele so gedacht haben wie Du, war es bisher immer etwas einseitig. Bei diesen Gastgebern könnte es etwas bunter werden.

    Comment von Marian Wirth — 1. 8. 2006 @ 19:47

  4. German-American Relations Carnival on September 24th

    The German Liberale Stimme and the American Dialog International will host the next carnival and seek submissions. Both bloggers suggest interesting topics, but everything relating to German-American relations is very welcome. The Atlantic Review organiz

    Trackback von Atlantic Review — 4. 8. 2006 @ 19:05

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