Irrtümer
Zwei Irrtümer zum Nahen und Mittleren Osten wurden heute ausgeräumt.
Erstens: Jemand spekulierte gestern, der Hisbollah seien schon längst die Raketen ausgegangen, sie sei mithin nur eine aufgeblasene Gefahr für Israel. Das stimmt wohl nicht - heute landeten 200 Hisbollah-Raketen auf israelischem Territorium, die größte Anzahl von Angriffen seit Beginn des Krieges. Das ist allerdings auch ein Hinweis darauf, dass die Zerschlagung der Hisbollah wohl doch nicht so gut funktioniert…
Zweitens: Nein, die Vernichtungsforderungen Ahmadinedschads gegenüber Israel sind keine persönliche, kaum ernstzunehmende Marotte eines Sonderlings, der nur zufällig Präsident geworden ist, und nein, die Mullahs scheinen nicht gewillt zu sein, ihn im Zaum zu halten. Jedenfalls verbreitet Ali Chamenei das gleiche Zeug.










Die Lieferungen des Iran an die Hisbullah liegen bei geschätzten 11.000 Raketen bisher (die meisten davon “Stalinorgeln”, also Katjushas) und 50 Mio. US-Dollar im Jahr (Angaben lt. Spiegel). Das reicht noch eine Zeitlang. Es wäre ja auch idiotisch zu glauben, die Hisbullah hätte diesen Krieg vom Zaun gebrochen, wenn sie nicht bestens gerüstet wäre.
1945 haben viele gesagt: “Wir haben das, was der Hitler sagte, doch gar nicht ernst genommen.” Auf diesem Ticket reiten auch der Ahmedinedschad und seine religiös Verwirrten kreuz und quer durch die westliche Medienlandschaft.
Comment von Chat Atkins — 3. 8. 2006 @ 8:52
Zum Glück können diese Katjushas (nach meinem Wissen) keine biologischen oder chemischen Waffen tragen, aber falls es doch mal möglich sein sollte, dann merkt man erst, was für ein Bedrohungspotential gegen Israel gerichtet ist.
Comment von GWT — 3. 8. 2006 @ 11:10
So langsam kommen auch die libertären Puristen zu der Einsicht, dass das Problem eben doch nicht Israel ist! Siehe http://www.erzliberal.de und http://dominikhennig.blogspot.com
Comment von Don Bosco — 6. 8. 2006 @ 21:06