War ja klar
Nachdem die Raucher nun fast am Boden sind, der vollständige Sieg der Gesundheitsapostel nur noch eine Frage der Zeit, ist es nun der richtige Augenblick, um eine zweite Front zu eröffnen: Zunächst einmal mit Warnhinweisen auf alkoholischen Getränken. Beim Tabak hat es auch damit angefangen. Und mir wollte keiner glauben, dass der Alkohol das nächste Ziel sein wird.
via njus










Nur konsequent. Wer glaubt, ein Nanny-Staat würde irgendwo aufhören, irrt.
Comment von Rayson — 1. 9. 2006 @ 16:52
Okay - du hast die Kurve also noch nicht gekriegt. Wie gehst du innerlich damit um?
Comment von Chat Atkins — 1. 9. 2006 @ 23:31
Bei den Zigarettenschachteln war es mir egal, die sind in der Regel sowieso eher unästhetisch. Aber auf das Etikett einer schönen Flasche mit gutem Wein gehört kein hässlicher Warnhinweis. Und guter Wein braucht auch keinen Warnhinweis.
Comment von stefanolix — 1. 9. 2006 @ 23:40
@Chat:
Nein. Weder habe ich mit dem Rauchen aufgehört, noch werde ich mit dem Kölsch aufhören. Und ehrlich gesagt, geht dich das ebenso wenig an, wie es den Staat angeht.
Korrektur: Es geht dich erheblich mehr an, weil du ein netter Mensch bist, mit dem ich schon so manche Minute geplaudert habe. Also, ich rauche immer noch, ich trinke immer noch Bier. Wie ich damit umgehe? Sehr gut. Ich fühle mich nämlich wohl. Wie ist es mit dir? Totalabstinenzler? :)
@stefanolix:
Gute Zigaretten (und gutes Bier) auch nicht. Die schmecken einfach. :)
Comment von Karsten Dürotin — 2. 9. 2006 @ 0:58
Wusst ich doch - du bist angefasst.
;-)
Comment von Chat Atkins — 2. 9. 2006 @ 18:15
@Chat:
“Angefasst”? Verstehe ich nicht… ist das ein anderer Ausdruck dafür, dass ich betroffen bin? Wenn ja, dann hast du recht gehabt. Aber ich teile meine Meinung mit einer Menge Leute, die selbst nicht betroffen sind. Es gibt nämlich auch Nichtraucher, die Raucher tolerieren.
Comment von Karsten Dürotin — 2. 9. 2006 @ 18:20
Ich habe selbst mal schwer geraucht - bis zu 60 filterlose am Tag. Ich habe dann durch die einzig funktionierende Methode (”ab jetzt und hier niemals wieder eine”) mir diese Sucht abgewöhnt - nach mehreren vergeblichen Anläufen zuvor. Ich bin trotzdem kein militanter Nichtraucher geworden: Wer meint, er muss rauchen, der darf das, selbst bei mir zu Hause. Trotzdem weiß ich aus eigenem Erleben nur zu gut, dass ihr allesamt keine Genießer seid, sondern man bloß Süchtige. Diese Rhetorik von “selbstbestimmt” und “Verbotsgesellschaft” - das sind bloß Rationalisierungen, um dieser Einsicht zu entkommen: Die Nikotinsucht ist eine verdammt schwere Erkrankung. Punkt. Ein Junkie, der aus der Totalabstinenz zurückkam, hat zu mir mal gesagt, lieber noch drei Heroin-Entzüge, als ein einziges Mal diesen Nikotin-Entzug. Könnte man glatt ‘ne funktionierende Methode daraus machen: Nimm ihnen Tabak und Zigaretten weg, damit sie ihren Heroinentzug vergessen …
Comment von Chat Atkins — 3. 9. 2006 @ 8:40