Bye, Bye My Love
“Bye bye my love, du warst gut,
und eines, das ist kar,
ich werde dich nie, niemals vergessen,
denn die Nacht mit dir war schön,
bye bye my love, auf Wiedersehn.”
Bye, Bye My Love, Bläck Föös
Über zweieinhalb Jahre sind schon eine verdammt lange Zeit - immerhin 45 Monate sind es nun, seit ich die ersten Artikel für die Liberale Stimme verfasst habe. Die Layouts wechselten ebenso wie die Mitautoren und die Webadresse, aber die Liberale Stimme Online begleitete mich durch einen ganzen Abschnitt meines Lebens. Eine Zeit, in der nur wenige Dinge konstant waren; nur mein Blog blieb durch alle Zeiten hindurch eine ständige Beschäftigung, die ich mehr und mehr lieb gewonnen habe.
Und heute ist nun der Zeitpunkt gekommen, das Ende anzukündigen. Ab dem 1. Oktober wird es hier keine neuen Postings mehr von mir geben - die bisherigen Beiträge und Kommentare werden allerdings im Internet erhalten bleiben, und ich werde neue Kommentare auch weiterhin moderieren. Bis dahin will ich auf jeden Fall noch den Carnival of German-American Relations zuende bringen, dessen deutscher Gastgeber die LSO ja diesmal sein darf. Das heißt, dass am 25. September auf jeden Fall hier noch eine Zusammenfassung des Carnivals erscheinen wird (und am 1. Oktober natürlich noch ein kurzer Abschied).
Ich habe lange mit dieser Entscheidung gerungen, und sie ist mir sicherlich nicht leicht gefallen - wer gibt schon so leicht einen wichtigen Teil seines Lebens auf? Der Gedanke begleitet mich aber schon eine Weile.
Um wirklich für viele Leser interessant zu sein, muss ein Blog schon mindestens einen oder zwei Beiträge täglich haben. Das ist mir lange Zeit nur deswegen gelungen, weil die LSO den Mittelpunkt meiner Freizeit darstellte. Das hat sich aber stark geändert - nicht nur das private Glück, das ich mittlerweile gefunden habe, nimmt einen erheblichen Teil meiner Zeit in Anspruch, sondern auch andere Aktivitäten. Ich bin wieder Mitglied der FDP und diesmal auch der Jungen Liberalen. Außerdem habe ich in meinem neuen Wohnort Pulheim auch eine ganze Reihe von Vereinen gefunden, in denen ich mich mit großer Freude engagiere. Die Karnevalsgesellschaften Pennebröder und Haufenlaufen sind mittlerweile für mich zu Gemeinschaften geworden, in denen ich mich wohl fühle, ich habe mir angewöhnt, gemeinsam mit Freunden verschiedene Sportveranstaltungen zu verfolgen und habe sogar selbst etwas sportliche Aktivität aufgenommen. Zwischen all diesen neuen Hobbies bleibt einfach nicht mehr die Zeit, um mich wirklich um die Liberale Stimme zu kümmern.
Das Bloggen ist mir aber doch zu sehr ans Herz gewachsen, um es ganz aufzugeben. Darum habe ich bei den Bissigen Liberalen angefragt, ob man mir dort für gelegentliche Beiträge eine neue Heimat in der Blogosphäre geben mag. Und zu meiner großen Freude waren die “Bloggies” damit einverstanden - ich werde also ab sofort als Mitautor von Rayson, Boche und Co. zur politischen Diskussion in Kleinbloggersdorf beitragen.
Ich nutze diese Gelegenheit, um schon einmal allen Lesern und vor allem jenen zu danken, die die LSO durch ihre Kommentare und Diskussionsbeiträge bereichert haben. Ein Blog lebt von der Interaktivität, und über mangelnde Rückmeldung konnte ich mich eigentlich nie beklagen. Ihr habt mein Leben bereichert.
Auf Wiedersehen bei B.L.O.G. - und ich hoffe, dass sich noch viele von Euch am Carnival of G-A Relations beteiligen!










Wie schade obwohl ich es natürlich verstehen kann. Auch ich habe aus ähnlichen Gründen ein Blog eingestellt und ein anderes reduziert.
Ich habe mich immer über einen neuen Artikel bei LSO gefreut. Wenigstens gehst du dem Internet nicht ganz verloren wenn du bei BLOG Gastautor wirst.
Alles Gute!
Comment von Paul — 14. 9. 2006 @ 12:01
Alles Gute - es ist deine Entscheidung. Und wenn du dich im Einklang mit dir dabei fühlst, dann war sie auch richtig.
“Alaaf!” und “Helau!” also - ein Freizeitvergnügen, dessen Reiz hier im Norden ewig unbegriffen bleibt.
Comment von Chat Atkins — 14. 9. 2006 @ 15:41
Also, gegen “Helau” möchte ich mich ja verwehren. Sowas sagen Mainzer oder - noch schlimmer - Düsseldorfer. ;)
Ich habe den Reiz des Karnevals auch lange Zeit nicht verstehen können. Mittlerweile hat sich das aber geändert.
Comment von Karsten Dürotin — 14. 9. 2006 @ 17:03
Nun, vielleicht diskutieren wir dann ja öfter mal im Forum der FDP?
Alles gute auch aus der heute mal nicht vorhandenen Sonne… oder aus dem eigentlich sonnigen Südwesten.
Comment von Klaus Lenz — 14. 9. 2006 @ 21:11
Schade!
“Um wirklich für viele Leser interessant zu sein, muss ein Blog schon mindestens einen oder zwei Beiträge täglich haben.”
Das sagen viele, aber ich bezweifle es. Ein Blog ist doch keine Tageszeitung, die von ihren Fans/Abonnenten jeden Tag als unerlessliche Quelle gelesen wird.
Blogger sind m.E. eher sowas wie Kolumnisten, die auch nicht jeden Tag, sondern ein- oder zweimal pro Woche eine Kolumne schreiben…
Kein einziges Blog zählt zu meiner täglichen Lektüre. Es gibt ein paar Blogs, die ich alle drei Tage lese. Die meisten Blogs lese ich einmal pro Woche. Manche auch nur alle zwei Wochen.
Seit neustem benutze ich einen RSS Reader, der mir sagt, wann ein Blog einen neuen Artikel hat. D.h. ich muss gar nicht ständig diess Blog aufrufen, um nachzusehen, ob es einen neuen Beitrag gibt. Ich denke, immer mehr Leute benutzen solche Feed Reader.
Ergo: Ein blog, das nur zweimal die Woche aktualisiert wird, ist m.E. auch gut.
Frage: Warum glauben so viele Blogger täglich ein bis zwei Sachen schreiben zu müssen?
Ich finde, das ist zu viel. Oft leidet die Qualität darunter. Ausserdem fehlt mir die Zeit so viel zu lesen.
Bin ich wirklich die Ausnahme?
Comment von Joerg — 14. 9. 2006 @ 23:43
nun denn, dann viel spaß anderswo. angesichts meiner regelmäßigen besuche kann ichs definitiv schade nennen, dass du aufhörst ;)
Comment von Tom Schaffer — 15. 9. 2006 @ 1:56
@Joerg:
Alle erfolgreichen Blogs veröffentlichen täglich neue Beiträge. Und auch bei unseren eigenen Zugriffszahlen konnte ich es sehr gut beobachten - in Zeiten, wo ich fast täglich zwei Postings gemacht habe, waren auch an Tagen ohne neue Einträge die Zugriffszahlen manchmal höher als an Tagen mit Posting in schwächeren Phasen.
Davon abgesehen, werde ich in Zukunft aber wohl schon froh sein können, wenn ich einmal in der Woche Zeit finde, einen Artikel zu verfassen.
@Tom:
Naja, ich höre ja nicht richtig auf. Vielleicht sehen wir uns ja bei B.L.O.G. wieder.
Comment von Karsten Dürotin — 15. 9. 2006 @ 7:48
Karsten,
Alles Gute! Es gibt viele schlechte Blogs; LSO ist/war eines der guten.
-David (ein Fan aus Amerika)
Comment von David — 15. 9. 2006 @ 13:28
Ja, Blog zumachen tut weh. Ich hatte so drei Nebenblogs, die aber alle inzwischen dicht sind. Da zuzumachen machte keinen Spaß.
Als Ko-Autor fortsetzen können, ist aber eine der besten Möglichkeiten. Dann kommt man sich auch nicht so vor als hätte man sein Blog wie ein Kätzchen ausgesetzt.
Comment von marcc — 15. 9. 2006 @ 14:36
Ja, schade! Aber wir sehen uns bei B.L.O.G.
Bis dann
Horst
Comment von apollon — 16. 9. 2006 @ 0:53
Schade, dass LSO sanft entschlafen wird. War immer wieder ein schönes Lesevergnügen - wenn es auch nicht immer meiner Meinung entsprach, aber das war gerade das Interessante daran.
Viel Erfolg und noch mehr Vergnügen bei dem, was da jetzt den Platz des Schreibens eingenommen haben mag ;-)
Bis bald und: Bleiben sie uns gewogen!
Adger.
Comment von Adger — 19. 9. 2006 @ 17:47
Schade zwar, aber das muß man natürlich respektieren. Hatte ja auch schon meine Auszeiten. Viel Erfolg aber trotzdem bei B.L.O.G.!
Comment von Paul13 — 25. 9. 2006 @ 16:31
Tja, das wars. Auch mir tut es leid, schließlich habe ich immer sehr gern für die LSO geschrieben - am liebsten über Themen, die in den Massenmedien keine Beachtung fanden.
Für mich selbst wäre es auch schwierig geworden in nächster Zeit größere Artikel zu schreiben. Privat ist bei mir vieles ins Rollen geraten und auch politisch. Am 3. Oktober haben in Leipzig 15 kleine Parteien die “Allianz demokratischer Parteien” aus der Taufe gehoben und wollen ein eigenes Medium im Internet gründen. Als Vorläufer ist ein Diskussionsforum geplant.
www.plattform-leipzig.de
Wenn die Zeit reicht, wird dies mein Hauptaugenmerk erfordern.
Ich freue mich über Karstens neues Glück, auch wenn ich seinen FDP-Beitritt eher nicht so gut finde, denn wirkliche Veränderung wird es mit den Systemparteien nicht geben.
Aber egal, jedem Tierchen sein Pläsierchen oder wie das hieß. Auch mir wird die LSO fehlen…. (schnüff).
Comment von Kay Hanisch — 26. 10. 2006 @ 14:21