Alan Posener rät davon ab, die Aufstände mit irgend einer Form von politischer Agenda in Verbindung zu bringen, und hält Testosteron für einen wesentlicheren Antrieb der Pariser Ereignisse:
“(…) Wenn man in einer von Flammen erleuchteten Nacht keuchend durch die Straßen seines Viertels rennen, den kühlen Wind in den Haaren und den Stein in der Hand spüren, für Augenblicke angesichts der wie Darth Vader eingekleideten Kräfte des Imperiums den beinahe sexuellen Kick der Todesangst und des Heldenmuts spüren kann - nun, so müßte man kein junger Mann, sondern eine Memme sein, wollte man dort nicht mitmachen, und ein vertrockneter alter Esel, begriffe man dieses Hochgefühl nicht.”
Die Lösung ist für ihn einfach: Knüppel raus. Ob man aber wirklich sagen kann, wenn keine der am Anfang genannten Ursachen als einzelne Antriebskraft zu erkennen ist, dann war es keine von ihnen? Oder könnte es nicht vielleicht doch ein Amalgam aus all dem Genannten sein - vermischt mit einer politischen Diskussion, die immer mehr der Gewalt das Wort redet?