27. 4. 2006

Dicke Hose

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Humor

Darüber, dass sich der palästinensische Außenminister Mahmud Sahar 450.000 Dollar aus seinem Hotelzimmer hat klauen lassen, amüsieren sich neben der ganzen Welt auch Philippika sowie Spirit of Entebbe. Nur zwei Fragen scheint mir keiner beantworten zu können: Wie hat der Mann bloß 450.000 Dollar in sein Portemonnaie hineingestopft gekriegt? Und: Zahlt man in seinem Kulturkreis nicht für gewöhnlich eher vom Bündel als aus der Brieftasche (wie in den USA auch)?

9. 4. 2006

Uni Essen bewirbt Pornoseiten und Online-Casinos

Wer einen Blog oder ein Forum betreibt, dem ist wohl auch schon zu Ohren gekommen, welche Gefahr offene Kommentarsektionen darstellen können. Denn rechtlich verantwortlich für den Inhalt der abgegebenen Kommentare ist zunächst einmal der Betreiber der Website, wie er im Impressum genannt wird. Auch der Hinweis, man habe die Kommentare schließlich nicht selbst verfasst, prallt vor Gericht einfach ab: Der Betreiber ist verpflichtet, sie zeitnah (oder gar bereits vor der Veröffentlichung) auf ihre Legalität zu überprüfen und gegebenenfalls zu entfernen - tut er das nicht, so ist er für Gesetzesverstöße haftbar zu machen. Der Spreeblick sieht darin eine große Gefahr für die Existenz von Blogs und Foren im Allgemeinen.

Doch wie es mit dem öffentlichen Dienst so ist, versagt man dort häufiger daran, die Erwartungen selbst einzuhalten, die man an Privatleute stellt. Ein Beispiel dafür ist die “Porta Lingua” der Universität Essen, wo Neuigkeiten aus der Welt der Linguistik mit Hilfe des Mambo-Contentmanagementsystems zur Verfügung gestellt werden. Ähnlich wie das bei Bloggern beliebte WordPress erlaubt es auch Mambo, dass die Leser Kommentare zu den entsprechenden Beiträgen abgeben. Und ähnlich wie ein Blogger sollte daher wohl auch der Administrator dieser Webseite regelmäßig die Kommentare sichten und bearbeiten. Oder zumindest überhaupt irgendwann einmal.

Wie man aber auf dieser Seite leicht erkennen kann, ist das zumindest seit dem Juni des vergangenen Jahres nicht mehr geschehen. Seitdem sammeln sich nämlich die üblichen Spam-Kommentare, die auch jeder Blogger kennt. Vom Onlinecasino über Hardcore-Pornografie bis hin zu günstigen Hypotheken und diversen Mittelchen zur Erektionsförderung hat sich hier schon alles eingefunden. Und das unter einem Button “Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung”. Ob Frau Schavan wohl weiß, welche Glücksspiele und Pornos da mit Unterstützung ihres Ministeriums empfohlen werden?

16. 3. 2006

Verführung Korrektur

Wie schön ist es doch im Internet, wo man alles, was man geschrieben hat, auch nachträglich schnell noch einmal korrigieren kann. Eigentlich eine gute Sache, wie auch ich in den letzten Tagen feststellte. Ein Verwandter hatte geglaubt, mich bei einem Rechtschreibfehler erwischt zu haben, irrte aber glücklicherweise. Nervös geworden, ging ich den Beitrag wieder und wieder durch, ob nicht am Ende noch ein echter Fehler drin war. Und wurde fündig. Mehrfach. (more…)

16. 1. 2006

Apartheid à la Helvetia

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Humor

Ulrich Kienzle im schweizerischen Luxusreiseziel St. Moritz:

“St. Moritz ist so apart, dass man dabei schon an Apartheid denken könnte. Aber Geld schafft die gewünschte Distanz viel geräuschloser und effektiver”.

Nur, weil man zynisch ist, muss man nicht Unrecht haben.

5. 12. 2005

Weihnachtseinkäufe

Abgelegt unter Fabrice Hupez, Humor

Ein Fünftel des Jahresumsatzes des Einzelhandels wird zur Weihnachtszeit gemacht. Scheint ein wichtiges Thema für Millionen von Menschen zu sein. Da Kay Hanisch in der letzten Woche zwei Artikel geschrieben hat, wurde ich von ihm eingeholt, jetzt haben wir beide 7 Artikel (naja wenn ihr das hier lest hab ich 8, haha). Das hat mich in meinem Ergeiz gepackt.
Als ich nun überlegte, über was ich schreibe, wurde mir klar:

Weihnachtsgeschäft. (more…)

23. 11. 2005

Fake oder nicht?

Ob das hier ein Fake ist oder nicht, würde ich gern mal wissen:

Du bist Deutschland
(more…)

22. 11. 2005

Dreiste Kampagne gegen BILD!

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Humor

An Bushaltestellen im ganzen Land prangt derzeit eine dreiste Kampagne gegen die führende überregionale Zeitung Deutschlands. Die für ihre überaus gewissenhafte Arbeit bekannte BILD wird dabei auf eine unmögliche Art und Weise durch den Dreck gezogen; flegelhafte Forderungen wie “BILD muss weg” , “Schluss mit BILD“, “Zerstört BILD“, “Lest keine BILD“, “Entmachtet BILD” oder “Nieder mit BILD” werden erhoben. Gegen diesen Angriff auf die Pressefreiheit sollten alle Demokraten zusammenstehen. Wie uns zuverlässige Quellen berichten, wird es aber bald eine Gegenkampagne geben, in der gesellschaftliche Gruppen der Zeitung beispringen und ihr öffentliches Image retten werden. Vorab wurden uns bereits ein paar Motive zur Verfügung gestellt: (more…)

Die armen Berliner

Abgelegt unter Fabrice Hupez, Humor

Christiane zu Salm-(Salm)Was mussten die Berliner in der letzten Zeit über sich ergehen lassen?
Erst die jahrelange Teilung, dann den Koalitionsrummel und jetzt das…

Es begann mit 9Live, dann kam DSF und schließlich noch Pro7 und Sat1… es kam vor den Jamba-ringtone-King-ding-dong-Sparabo-Crazy-Frog-Charts und ist beinahe noch nerviger:
Der Dauer-Fernsehquiz-Müll!
Nun kommt die Hiobsbotschaft für alle Berliner.

Christiane zu Salm-Salm, die ehemalige 9-Live Chefin plant nun einen Radiosender in Berlin und Brandenburg - nach dem bekannten und nervendem Dauerquizprinzip. Na dann mal gute Nacht, ihr armen Berliner…

21. 11. 2005

Die gute alte Glatze…

Nach vollem und festem Haar verlangt es so manchen; gut, das ist nur menschlich. Einige Menschen geben viel Geld für Haarwuchsmittel aus, andere leben einfach damit, und wieder andere lassen sogar operieren…

Das haarige Bedürfnis packte wohl auch den Mittelfeldspieler des Zweitligavereins 1860 München, Nemanja Vucicevic, als er ein Haarwuchsmittel nahm.
Dies kann nun ein großer Stein auf Münchens Weg in die 1.Bundesliga sein (Für alle Sportmuffel, es geht um Fußball!). Warum? Oben genanntes Haarwuchsmittel enthält das Dopingmittel Finasterid und seine Benutzung war nicht angemeldet. Nun wird wohl das DFB-Sportgericht über mögliche Strafen entscheiden. Möglicherweise wird das Spiel wiederholt oder es kommt zu einem Wiederholungsspiel, da 1860 2:0 gegen Wacker Burghausen gewann… Herr Vucicevic wurde bei diesem Stand 15 Minuten vor Spielende eingewechselt. Der perfekte Beweis dafür, dass man sich lieben sollte, so, wie man ist.

13. 11. 2005

Amsterdam - Drehscheibe für Massenvernichtungswaffen?

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Humor

AmsterdamDie Annäherung zwischen Libyen und dem Westen hat auch ganz praktische Vorteile. Wenn die Amerikaner sich etwa ein wenig am libyschen Rechtsverständnis orientieren würden, könnten sie zwei ihrer außenpolitischen Kernthemen fusionieren - den “War on Terror” mit dem Ziel, Massenvernichtungswaffen zu eliminieren, und den “War on Drugs”, der die Drogen von der Welt tilgen soll. Drogen sind Massenvernichtungswaffen - welche Synergieeffekte ließen sich da erzielen? Allein schon die Gesetzgebungsprozesse würden viel einfacher, weil man die Gesetze nur einmal verabschieden müsste. Und schwupp - schon kann man den Terroristen und den Grasdealer auf Guantanamo einsperren und ein Bisschen foltern. Außerdem hat man dann einen weiteren Grund für die schon länger geplante Invasion in den Niederlanden. Wetten, dass die US-Soldaten in Amsterdam Massenvernichtungswaffen finden würden? ;)

Peruanische Kultur - besonders wertvoll?

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Humor

Zu 6 Jahren Haft, so berichtet der SPIEGEL, ist ein Mitarbeiter einer peruanischen Werbeagentur verurteilt worden. Er hatte bei einem Dreh in Machu Picchu versehentlich die zentrale Sonnenuhr beschädigt, was in Peru als Beschädigung des Kulturerbes der Nation strafbar ist. Normalerweise werden dafür Geld- oder kleine Haftstrafen verhängt; die harte Strafe in diesem Falle hängt wohl damit zusammen, dass es einen öffentlichen Aufschrei gegen den Werbedreh gegeben hatte. Das Team wollte im Heiligtum einen Spot für ein Bier drehen, obwohl dort der Konsum von Alkohol strengstens verboten ist.

Bei aller Begeisterung für die eigene Kultur und das Kulturerbe, eine solche Strafe liegt doch etwas außerhalb einer für uns erfassbaren Reichweite. Zum Vergleich: Die fahrlässige Tötung eines Menschen wird in Deutschland nur mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft.

9. 11. 2005

Sprachregelung der Woche: “Einnahmeverbesserungen”

Ich habe es gestern zuerst bei Roland Koch gehört, heute von Angela Merkel und Stefan Kampeter. Freunde und Bekannte berichten von weiteren Vorkommen der genialen Sprachschöpfung der Großen Koalition: Die “Einnahmeverbesserung” ist da! Steuererhöhung, das hat so etwas Unfreundliches. Allein schon das Wort “Steuern” ist ja sehr negativ belegt - warum also nicht mal aus der Sicht des Staates argumentieren? Und da ja jede Steuererhöhung die Einnahmen verbessert, redet man eben davon.

Sprachregelungen haben immer den lustigen Effekt, dass man ein stumpfsinniges neues Wort (oder eines, das wie hier offensichtlich die Bürger an der Nase herum führen soll) nicht nur von seinem “genialen” Urheber hört, sondern auch von dessen Partei- oder Koalitionsfreunden. Da wir jetzt die Große Koalition haben, werden uns die Einnahmeverbesserungen also bei einer überwältigenden Mehrheit der Interviewpartner der politischen Presse begegnen. Als Wort, und als Beschluss in der Koalition.

27. 10. 2005

Achtung, Carbon Dioxide

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Humor

Während man für das Schreiben von Nachrichten früher eine Art Ausbildung und einen eigenen Wirtschaftszweig hatte, wird diese Aufgabe ja heute zunehmend von IT-Admins, Kantinenfrauen und Reinigungskräften mit übernommen; so zum Beispiel auch bei GMX, das mit seinem Portal mithin eine Informationsquelle für viele Menschen darstellt.

Und dabei kommen eben solche Meldungen heraus. Schon der Versuch, von der britischen Zeitung Independent abzuschreiben, überforderte die für den Artikel zuständige Putzfrau und ihre Englischkenntnisse bereits erheblich. “…carbon dioxide, was mag das wohl sein?”, muss sich die Dame gedacht haben - um dann flugs zu entscheiden, dass es sich wohl um einen Eigennamen handelt, dass es sowieso längst Zeit wird, dass wir auch hier in Deutschland von dieser giftigen Substanz erfahren (unsere Computer produzieren sie ja schließlich, und wir wussten das gar nicht!), kurz - dass man auch im deutschen Beitrag einfach “Carbon Dioxide” schreibt. Mit Großbuchstaben am Anfang, versteht sich, ist ja jetzt eingedeutscht.

Und nein, solche Patzer kann man auch nicht wieder wettmachen, indem man dann wenige Zeilen später geschraubten Mist von sich gibt wie: “Noch vor zehn Jahren argumentierte Compaq völlig konträr”. Besonders nicht, wenn man nicht wirklich weiß (sic!), wie “weis machen” “weismachen” geschrieben wird. Völlig indiskutabel.

24. 10. 2005

Der is’ praktisch erledigt (TAZ)

Abgelegt unter Personen, Humor, Lesetipps

Irgendwo in der Blogosphäre Beim wie immer genialen Antibürokratieteam entdeckt:

TAZ-”Mitschrift” aus der bayerischen Staatskanzlei

Kabarett vom Feinsten.

22. 10. 2005

Geht doch! (LibLog)

Abgelegt unter Humor, Lesetipps

Dies muss man einfach weiterverbreiten:

Geht doch!

Gefunden hier beim LibLog (der vermutlich auch dafür verantwortlich zeichnet)

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