9. 2. 2006

Ein rotes Kreuz in meinem Kalender…

…verziert das gestrige Datum. Denn es ist schon etwas Besonderes, wenn ich über eine Stunde lang ununterbrochen einer Meinung mit Michel Friedman bin. Dieser war gestern als einer der Gäste bei “Hart aber Fair” wohl der Glanzpunkt der Sendung. Neben ihm verblasste Wolfgang Bosbach, obwohl er einen recht guten Tag erwischt hatte. Während sich aber Friedman mit klarer Linie - für Meinungsfreiheit, gegen jegliche Zensur - präsentierte, war Bosbachs Position die eines Politikers; nach allen Seiten abgesichert und nicht ganz frei von schauspielerischen Gesten und nach rechts begeisternden Attacken gegen den Islam. (more…)

4. 2. 2006

Die Karrikaturen über den Islam und deren Folgen

Die westlichen Demokratien halten die Werte Presse- und Meinungsfreiheit sehr hoch.

Das schlägt sich im Grundgesetz nieder:

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus
allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
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4. 12. 2005

Offensive Werbung

Screenshots eines Flash-Werbespots Screenshots eines Flash-Werbespots

Vergleichende Werbung ist ja seit einiger Zeit erlaubt aber vor dem Hintergrund der Katastrophe im Münsterland finde ich diese Kampagne schon etwas dreist… (Screenshots eines Flash-Werbespots)

25. 11. 2005

“Sehr kreatives” Boulevardblatt

BILD-Plakat“Die ´Bild´ wird von sehr kreativen Leuten geleitet, die natürlich großes Verständnis für Kreativität haben”, sagt Oliver Voss von Jung von Matt nach einem Bericht des Focus Online vom heutigen Tage (ist das nun für Journalisten ein Kompliment - oder mehr für Werbeleute?). Natürlich kommt die Kampagne, die mit Plakaten und Anzeigen derzeit bundesweit läuft, von der Werbeagentur des Axel Springer Verlages - und hat nach Voss’ Aussage die kreativen Macher des kreativen Boulevardblatts überrascht, aber sofort überzeugt. Die verwirrten und gespaltenen Reaktionen, die sich mancherorts im Internet fanden, dürften aber Beweis genug dafür sein, dass die Werbung so einfach eben doch nicht ankommt. In einem hat der Werbemacher aber scharf beobachtet: “Eine Überschrift ‘Nieder mit Nivea’ ginge auf keinen Fall. Jeder würde sagen: ‘Wer hat denn was gegen Nivea’”. Richtig. Die machen ja auch ein allseits beliebtes Produkt.

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