23. 8. 2006

Geschäftsmodell Hisbollah (Arlesheim Reloaded)

Abgelegt unter Lesetipps, Terrorismus

Wie sich der Terror finanziert, ist immer eine interessante Frage - denn solche Strukturen, wie sie Al-Kaida oder die Hisbollah aufgebaut haben, kosten Geld, viel Geld sogar. Und über die Geldquellen ist es fast schon leichter, den Terrorismus zu bekämpfen, als über Sicherheitsmaßnahmen, die die eigentlichen Anschläge verhindern sollen. Arlesheim Reloaded gibt einen kurzen Überblick über eine entsprechende Studie der STRATFOR.

22. 8. 2006

Falscher Film

Jeder Mensch war bestimmt in einer Situation die verblüffende Ähnlichkeiten mit einem Film hatte - eine Situation die scheinbar vorher bis auf das Kleinste geplant und vorbereitet war.

Da ich mich derzeit in den USA aufhalte, kann ich die aktuellen Geschehnisse in Deutschland meist nur über das Internet verfolgen. Vor allem die Tatsache, dass das Land vor einer Terrorkatastrophe ähnlich den Terroranschlägen in Madrid bewahrt wurde, ist nicht beruhigend. Denn der “Film” spielt weiter. Ehrlich gesagt habe ich auch eine Angst vor diesem Film. Der Grund liegt nicht darin begründet, dass ich mich vor dem Film an sich fürchte. Ich bin vielmehr besorgt über die Folgen des Films. Eine Folge von einem solchen Film wäre sicherlich, dass das Klima zwischen den Religionen und den Anhängern der Religionen sehr stark belastet sein würde.

Sollte ein Terrorakt in Deutschland verübt werden bei denen die Terroristen offensichlicht Muslime zu sein scheinen, so werden die in diesem Land lebenden Muslime unter einem immensen öffentlichen und negativen Druck stehen. Man wird sie mit potenziellen Terroristen und Verrätern gleichsetzen. Und dies wird die Luft in Deutschland vergiften. Es ist dieser Umstand vor dem ich mich fürchte - für etwas verantwortlich gemacht zu werden für das ich nicht verantwortlich bin UND gleichzeitig einer Vorverurteilung einer ganzen Gemeinschaft ausgesetzt zu sein, ohne dass man eine entsprechende Möglichkeit der Verteidigung hätte.

Aus diesem Grund hoffe und bete ich, dass es - wie überall - in Deutschland keinen Terrorakt - von wem auch immer augeübt - geben wird. Wir möchten in Frieden in Deutschland und im Frieden mit der Mehrheitsgesellschaft leben. Die Sprache der Gewalt ist nicht unsere Sprache.

21. 8. 2006

Noch mehr Sicherheit bei der Bahn

So langsam kommen die Sicherheitspolitiker der Union auf Touren - nachdem für Bahnhöfe schon eine Gepäckkontrolle wie auf Flughäfen gefordert wurde, denkt man jetzt auch daran, jedem Zug einen bewaffneten Sicherheitsbeamten mitzugeben. Auch nicht schlecht. Ich denke, viele Bahnreisende wären schon froh, wenn jeder Zug wieder einen Bahnmitarbeiter bekäme, der mit Fahrkarten bewaffnet ist. Denn dass man heute nicht mehr im Zug seine Karten lösen kann, liegt auch daran, dass das Personal nicht mehr verfügbar ist, um wirklich alle Passagiere zu kontrollieren. Daher wird nun von diesen erwartet, sich in jedem Fall vor Fahrtantritt eine Karte zu besorgen.

Nein, ich halte es da eher mit Max Stadler: Die schnelle Festnahme von Kiel zeigt doch, dass das bisherige Sicherheitssystem sich bewährt hat. Da muss man nicht zwanghaft über weitere Sicherheitsmaßnahmen nachdenken.