25. 9. 2006

Zusammenfassung: Carnival of German-American Relations

So, nun ist er vorbei, der neueste „Carnival of German-American Relations“. Knapp zwei Dutzend Beiträge in deutscher und englischer Sprache sind eingetrudelt; zwar ist die Resonanz damit etwas geringer ausgefallen als bei den letzten Ausgaben des Carnival, in der Gesamtheit können Joerg, David und ich uns aber über ein großes Spektrum von Themen und politischen Ansichten freuen. Leider kann ich meine Zusammenfassung erst heute online stellen – dafür umfasst sie aber alle Beiträge, ob sie nun in deutscher oder englischer Sprache verfasst worden sind.

Was wurde nun geschrieben? (more…)

18. 9. 2006

Zweimal Werbung

So lange hier der Laden noch offen hat, will ich schnell noch zwei kleine Werbemaßnahmen vornehmen.

Zum Einen möchte ich noch einmal auf den Carnival of German-American Relations hinweisen, der jetzt noch genau eine Woche läuft. Ich weiß von einigen Leuten, dass sie gern noch einen Beitrag verfassen wollten, aber wie das so ist: Man vergisst und verschiebt es immer wieder. Also: Beeilt Euch! Und auch für die, die bisher noch nicht teilnehmen wollten, noch einmal eine Einladung: Es lohnt sich, beim Carnival seine Meinung einzubringen.

Der zweite Hinweis betrifft CoComment, ein nettes Tool, das es einem ermöglicht, seine gesammelten Kommentare durch die gesamte Blogosphäre auf einer Seite zu betrachten. Es funktioniert besser, wenn sich mehr Leute beteiligen, ist für mich aber jetzt schon eine große Hilfe. Auch, wenn es bei http://www.mehr-freiheit-wagen.de/ leider nicht funktioniert. :(

Schöne Grüße - und schaut doch mal bei B.L.O.G. vorbei. :)

13. 9. 2006

Bye, Bye My Love

Bye bye my love, du warst gut,
und eines, das ist kar,
ich werde dich nie, niemals vergessen,
denn die Nacht mit dir war schön,
bye bye my love, auf Wiedersehn.

Bye, Bye My Love, Bläck Föös

Über zweieinhalb Jahre sind schon eine verdammt lange Zeit - immerhin 45 Monate sind es nun, seit ich die ersten Artikel für die Liberale Stimme verfasst habe. Die Layouts wechselten ebenso wie die Mitautoren und die Webadresse, aber die Liberale Stimme Online begleitete mich durch einen ganzen Abschnitt meines Lebens. Eine Zeit, in der nur wenige Dinge konstant waren; nur mein Blog blieb durch alle Zeiten hindurch eine ständige Beschäftigung, die ich mehr und mehr lieb gewonnen habe. (more…)

Sechs-Parteien-Allianz plant gemeinsame Veranstaltung am 3. Oktober 2006

Abgelegt unter Kay Hanisch, Parteien

Die Freiheitliche Partei Deutschlands (FP Deutschlands), die Deutsche Soziale Union (DSU),
die Demokratie PUR, die STATT Partei, die DEMOKRATEN und die Deutsche Gemeinschaft für Gerechtigkeit (DGG) planen am 3. Oktober 2006 sich in Leipzig mit einer öffentlichen Veranstaltung und einem Appell an das Volk und an die Medien zu wenden. Dies wurde bei vorbereitenden Treffen der sechs Parteien am 21.7. und 28.7.2006 in Leipzig bekräftigt. (more…)

9. 9. 2006

Rückkehr des Lehrgeldes

Früher, in der “guten alten Zeit”, war es ja so, dass sich Ausbildungsbetriebe keine Gedanken über die Höhe der Ausbildungsvergütung machen mussten. Ganz im Gegenteil, damals war es noch üblich, dass ein Auszubildender nicht nur umsonst für den Lehrherrn arbeitete, sondern sogar selbst noch Geld bezahlte, das so genannte “Lehrgeld”. Dieses ist in Deutschland zwar mittlerweile durch das Berufsbildungsgesetz abgeschafft, unser lieber Gesetzgeber ist aber gerade dabei, es durch die Hintertür wieder einzuführen. (more…)

8. 9. 2006

Neues vom Wüstencowboy

Abgelegt unter Kay Hanisch, Außenpolitik

Das Jahr 2006 ist das Jahr, in dem Tschads Präsident Idriss Déby für Furore sorgt. Nachdem seine Armee im Frühjahr die schon in die Hauptstadt N´Djamena eingedrungenen Rebellen der Vereinigten Front für den Wandel (FUC) zurückschlagen konnten, gewann er kurz darauf die Präsidenwahlen, bei denen er dreien seiner vier Gegenkandidaten den Wahlkampf selbst finanzierte (mehr Kandidaten = sieht nach mehr Demokratie aus).

Vor wenigen Wochen folgte die – zumindest formelle – Versöhnung mit dem Erzfeind Omar al-Bashir, dem Diktator Sudans. Gleichzeitig brach der Tschad die Beziehungen zum langjährigen Verbündeten Taiwan ab und erkannte die VR China als „einziges China“ an. (more…)

Reiseverbot für Kinder?

Wenn es um die Türkei geht, reagieren Bayern schon einmal etwas heftig. Etwa die bayerischen Politiker, die geschlossen gegen einen möglichen EU-Beitritt der Türken kämpfen (und dabei die Mehrheit ihrer Landsleute auf ihrer Seite haben). Aber auch bayrische Amtsrichter, die in Familienstreitigkeiten zu entscheiden haben. So untersagte das Amtsgericht Fürstenfeldbruck einem geschiedenen Vater, seinen Sohn mit in den Türkei-Urlaub zu nehmen. Begründet wird das mit dem Sicherheitsbedürfnis des Kindes, das andere Erwägungen in der Bedeutung übersteige.

Das Gericht gibt zwar zu, dass keine “konkrete Gefahr” besteht, aber die allgemeine Sicherheitslage, bedingt durch die jüngsten Terroranschläge am Bosporus, reiche aus, um eine Reise des Jungen zu untersagen. Würde man vergleichbare Kriterien auch bei Reisen in andere Länder anlegen, könnte man mit seinen Kindern nicht mehr sehr weit reisen: (more…)

5. 9. 2006

Die Geschichte vom kleinen roten Huhn (Der Shopblogger)

Eine schöne Fabel hat der Shopblogger umgeschrieben.

4. 9. 2006

Erst mal kennenlernen

Die SPD Hessen verschiebt ihren Parteitag um drei Wochen, um allen Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, die beiden Kandidaten kennenzulernen, die die SPD in die hessische Landtagswahl im nächsten Jahr führen wollen. Andrea Ypsilanti (Landesvorsitzende) und Jürgen Walter (Fraktionschef im Landtag) sind selbst ihren eigenen Parteifreunden also so unbekannt, dass diese sich in den nächsten anderthalb Monaten nicht für einen von den beiden entscheiden können? Wie soll es dann erst dem normalen Wähler gehen? (more…)

Kommt das Glühbirnenverbot?

Wenn es nach der grünen Europaabgeordneten Rebecca Harms geht, dann lieber früher als später: Sie fordert ein Verbot für herkömmliche Glühbirnen. Der Staat solle diese aus dem Verkehr ziehen, damit die Verbraucher gezwungen seien, auf Energiespar-Leuchtmittel umzusteigen. Sie trifft damit gut die neue Linie innerhalb der grünen Partei, die der Bundestagsabgeordnete Loske ausgegeben hat: Dieser fordert eine “Re-Radikalisierung” der Partei. (more…)

Bye bye, Crocodile Hunter

Abgelegt unter Karsten Dürotin, Personen

Irgendwann musste es Steve Irwin ja mal erwischen: Der als “Crocodile Hunter” bekannt gewordene Tierfilmer ist durch den Stich eines Rochens ums Leben gekommen. Ein Bekannter war ganz begeistert von Irwins Dokumentarfilmen, bei denen es weniger darum ging, Tiere und ihr natürliches Verhalten zu zeigen, sondern vielmehr um die wahnwitzigen Begegnungen eines aufdringlichen Menschen mit gefährlicher Fauna. Ich habe da immer schon den Kopf geschüttelt - wer sich in solche Gefahr begibt, wird irgendwann darin umkommen.

Aber mutig war er ja schon… mein Mitleid gilt seiner Witwe und den beiden Kindern.

Eine ähnliche Meinung hat auch Tobias von der Reflexionsschicht.

3. 9. 2006

Ein neuer Gandhi?

Abgelegt unter Personen, Yasar Mert

Kürzlich konnte man in einer türkischsprachigen Zeitung aus Deutschland lesen, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der muslimischen Bevölkerung in Deutschland vor der immer weiter um sich greifenden Islamophobie leidet. So weit eigentlich nichts Neues. Das Neue an dem Artikel war die Bemerkung, dass die Intellektuellen (ich nehme aber an auch “Ali-Normal-Muslim) eine andere Gefahr für weitaus größer betrachten: die Geburt eines “neuen Führers”.

In der Tat bietet die aktuelle Stimmungslage sowohl in Deutschland als auch im übrigen West-Europa einen guten “Nährboden” und eine gute Ausgangslage für eine neue und alte Herausforderung an die Demokratie: das Erstärken des populistischen Rechtsradikalismus. Was fehlt ist eine entsprechende Leitfigur bzw. -person. Es scheint keine Person (noch nicht) zu geben, die a la Hitler, Mussolini oder Karadciz Ängste und Sorgen vor einer “fremden” Kultur und Religion mit wirtschaftlichen Problemen (vor allem wegen den Globalisierungseffekten) rhetorisch gut verpackt an die Massen bringen und in politische Erfolge umwandeln kann. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch so bleiben wird.

Angestoßen durch diese Gedankengänge möchte ich einen Blick auf die andere Seite der Medaille werfen: es gibt sowohl unter den sozial benachteiligten Schichten als auch muslimischen Bevölkerungsteilen Deutschlands und Europas keinen “Hoffnungsträger” der/die von einer großen Mehrheit unterstützt wird. Diese Bevölkerungsteile sollten auch sich die Frage stellen warum es keine Martin Luther Kings oder ähnliche Leitfiguren unter ihnen gibt. Meiner Überzeugung nach ist das Potenzial auf jeden Fall vorhanden. Der Grund liegt also nicht hierin begründet. Vielmehr scheint mir die Antwort in dem allgemeinen Fehlen von Führungspersönlichkeiten verborgen zu sein. Schauen wir uns doch die aktuelle Führungsriege an: wo sind die Adenauers, Brandts oder ähnliche der deutschen Politik?

Nichtsdestotrotz sollte gerade die muslimische Gemeinschaft Personen aus ihrer Mitte hervorbringen, die sowohl den Respekt der Mehrheitsgesellschaft haben und auch einen großen Einfluss in der Minderheitsgesellschaft ausüben können. Dies wäre ein großer Beitrag zum Dialog und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in diesem Bereich.

1. 9. 2006

War ja klar

Nachdem die Raucher nun fast am Boden sind, der vollständige Sieg der Gesundheitsapostel nur noch eine Frage der Zeit, ist es nun der richtige Augenblick, um eine zweite Front zu eröffnen: Zunächst einmal mit Warnhinweisen auf alkoholischen Getränken. Beim Tabak hat es auch damit angefangen. Und mir wollte keiner glauben, dass der Alkohol das nächste Ziel sein wird.

via njus

31. 8. 2006

Das erste Mal

Abgelegt unter Liberales, Yasar Mert

Es war vor nun fast 10 Jahren während meinem ersten Aufenthalt in den USA. Das erste Mal. Es ward das erste Mal, dass ich - ein in der Bundesrepublik geborener Türke - als “Deutscher” definiert wurde. Eine “Feststellung” einer ganz anderen Sichtweise.

Immer wieder wird die Gesellschaft in den USA wegen ihrem extrem ausgeprägtem Individualismus kritisiert. Diese in vieler Hinsicht durchaus berechtigte Kritik war auch ein Teil meiner Selbst geworden bevor ich als Student in das Land “der unbegrenzten Möglichkeiten” zog. Auch ich kam mit diesem Extrem in Kontakt. Allerdings erlebte ich eine böse Überraschung. Böse deshalb, weil diese Begegnung auf meine damalige Überzeugung deutliche Spuren hinterlassen sollte.

In der Tat war es etwas Neues für mich zuerst als Einzelperson und dann als Mitglied einer Gemeinschaft verstanden und aufgenommen zu werden. Die Beurteilung (im negativen Sinne aber auch Verurteilung) eines Menschen war in erster Linie von seinen/ihren Taten bzw. Untaten abhängig. Es galt eben wie gut/schlecht ich war - in welcher Hinsicht man dies auch immer betrachten mag und wie subjektiv diese natürlich auch immer sein mag. Nicht die Zugehörigkeit zu einem Volk oder einer Gruppe war mein Aushängeschild - ebenso im positiven wie negativen Sinne.

Jemand der die gruppenspezifische Identifikation und Zuordnung von Personen seit Kindesalter in Deutschland erlebt ist natürlich begeistert von diesem Individualismus. Endlich werde ich anhand meiner Taten und meiner Selbst beurteilt und nicht daran gemessen ob ich Türke/Muslim o.ä. bin!

Hmmm…Individualismus hin oder her - gerade wir sollten alle den anderen oder die andere erst als Mensch annehmen und beurteilen bevor wir die Person in irgendeine Schublade tun.

Wohl des Patienten

Ob hier immer das Wohl des Patienten im Mittelpunkt steht? :)

Gefunden in Dormagen-Hackenbroich. Man muss aber dabei sagen, dass das Krankenhaus eigentlich einen ganz hervorragenden Ruf hat…

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